Vettel vor Räikkönen und Bottas

Sebastian Vettel musste seinen Ferrari zwischendurch abstellen

Der zweite Platz in Russland fühlte sich an wie ein kleiner Sieg, und Sebastian Vettel war in Gönnerlaune. Nach dem Qualifying schaut es für das Team von Toto Wolff aber nicht besonders gut aus.

Wie gefährlich wird Bottas für Vettel jetzt wirklich?

Zuletzt in Bahrain war Bottas bereits aus der Pole Position ins Rennen gegangen, musste dann aber zweimal dem schnelleren Hamilton Platz machen. Aber es war nicht die "normale" Nummer eins bei Mercedes, Lewis Hamilton, den wohl auch Räikkönen vorne erwartet hatte. In China leistete sich Bottas im zweiten Rennen in einer Safety-Car-Phase einen peinlichen Dreher, nur Rang sechs. Vettel ordnete Bottas' Leistung dann auch direkt im Vergleich zu Hamilton ein. In der Konstrukteurs-Wertung liegt Mercedes nun um einen Punkt von Ferrari. Für Bottas, den Mercedes-Nachfolger des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg, war es der erste Grand-Prix-Sieg seiner Karriere.

Bei Mercedes war man zunächst natürlich hocherfreut, nach der Qualifikationsniederlage gegen Ferrari doch noch gewonnen zu haben. Auf die Frage, ob er weiter mit einem wechselnden teaminternen Sieger und so mit einer ähnlichen Situation wie in den vergangenen Jahren zwischen Hamilton und Rosberg rechnen würde, reagierte der Österreicher gelassen: Erstens habe Hamilton diesmal ungewöhnliche Probleme gehabt und zweitens sei das Verhältnis zwischen den beiden ja doch ganz anders. "Wir sehen es ja am Resultat, Ferrari ist schneller und ganz ehrlich: Das gesamte Wochenende sind sie das schon", sagte Bottas. "Denn das eine Auto hat mit Bottas funktioniert, das gleiche Auto mit Lewis nicht". "Es war so eng mit dem Verkehr hinten raus". "Keinen Fehler, kann man sagen", erklärte auch Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda auf RTL.

Vettel hatte sich nach der Eroberung der Pole-Position natürlich sehr gute Chancen auf den dritten Sieg im vierten Grand Prix des Jahres ausgerechnet.

Der deutsche WM-Leader holte den 90. Ein später Stopp würde ihm in der Schlussphase bessere Reifen bescheren im Zweikampf um den Sieg gegen den Finnen.

Ricciardo und sein Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen gehen am Sonntag (14.00 Uhr MESZ) von den Startplätzen fünf und sieben ins vierte Saisonrennen. Auf den langen Geraden hatten sich die Bullen ob ihres PS-Nachteils ohnehin nicht viel ausgerechnet.

Hamilton beschäftigt zwei Wochen vor dem Europa-Auftakt in Barcelona vielmehr, warum er diesmal in Russland überhaupt nicht zurecht kam. Fernando Alonso schaffte nicht einmal die Formationsrunde und stellte seinen dauerhaft maladen McLaren-Honda nach erneuten technischen Problemen wenige hundert Meter vor seiner Startbox ab. Sein Rückstand auf Vettel im Klassement ist auf 13 Punkte angestiegen. (Toro Rosso) komplettieren die Top Ten.

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