Bundeswehr hängt Bild von Schmidt ab

Bild in der Bundeswehr-Universität in Hamburg und wurde jetzt auf Grund der Debatte um das Verhältnis der Bundeswehr zur Wehrmacht entfernt

Einen Bundeskanzler in Wehrmachtsuniform zu zeigen, der vielfach seine Zeit als Soldat "kritisch und klug" kommentiert habe, sei "die beste Art", die Vergangenheit des Militärs unter Hitler aufzuarbeiten.

Dass nun das Bild von Altkanzler Schmidt in der Bundeswehr Universität in Hamburg abgehängt wurde, ist an Absurdität kaum zu überbieten.

"Unter dieses Bild ein Zitat von Helmut Schmidt - besser kann man nicht zeigen, wie junge Menschen in Hitlers Armee missbraucht worden sind und oft auch zu Tätern wurden".

Helmut Schmidt hatte im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront in einer Panzerdivision gekämpft, war als Referent für Ausbildungsvorschriften dem Oberkommando der Luftwaffe zugeteilt und zuletzt an der Westfront als Oberleutnant und Batteriechef eingesetzt. Hintergrund ist eine Anordnung der Verteidigungsministerin von der Leyen.

Das Bild hing im Flur eines Studentenwohnheims der Bundeswehruniversität.

Im Zuge der Affäre des unter Terrorverdacht stehenden rechtsextremen Oberleutnants Franco A. lässt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Kasernen nach Andenken an die Wehrmacht durchsuchen.

Dazu gehört auch die Überarbeitung eines sogenannten Traditionserlasses von 1982. In einem Schreiben an das Bundesverteidigungsministerium schrieb Seidel: "Es ist mir wichtig, hervorzuheben, dass sich die Universität in keiner Weise von ihrem politischen Gründungsvater und Namenspatron distanziert". "Davon sind auch wir nicht ausgenommen", sagte der Hochschulsprecher.

Helmut Schmidt war von 1939 bis 1945 Soldat.

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