Bundeswehr-Universität lässt Helmut-Schmidt-Bild abhängen

Bild in der Bundeswehr-Universität in Hamburg und wurde jetzt auf Grund der Debatte um das Verhältnis der Bundeswehr zur Wehrmacht entfernt

Die Entfernung eines Bildes von Altkanzler Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform sorgt an der nach ihm benannten Bundeswehr-Universität in Hamburg für Diskussionen. "Da würde ich eigentlich geistige Trennschärfe erwarten", sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs, Mitglied im Kuratorium der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, der WELT AM SONNTAG.

Genauso gut müsste man sich nach dieser absurden Logik von Stauffenberg und Oskar Schindler distanzieren.

Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Quelle Firmenname) verantwortlich.

Das Bild hing im Flur eines Studentenwohnheims der Bundeswehruniversität. Dass es dort jetzt nicht mehr bleiben sollte, hat mit der Affäre um den rechtsextremen Soldaten Franco A. zu tun. Dazu gehört die Überarbeitung des Traditionserlasses von 1982. Dabei handelt es sich um ein umstrittenes Regelwerk, das seit mehr als 30 Jahren nicht mehr angetastet wurde. Einen Bundeskanzler in Wehrmachtsuniform zu zeigen, der vielfach seine Zeit als Soldat "kritisch und klug" kommentiert habe, sei "die beste Art", die Vergangenheit des Militärs unter Hitler aufzuarbeiten. Derzeit werden Kasernen nach Wehrmachtsandenken - etwa Stahlhelme oder Gewehre - durchsucht. "Die Vorgesetzten haben die Studenten angewiesen, das Bild abzuhängen", sagte ein Sprecher der Helmut-Schmidt-Universität der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit einen Bericht des "Focus".

Helmut Schmidt im Frühjahr 1940 als Leutnant der Luftwaffe an einem unbekannen Ort.

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