Deutschland: AfD-Spitzenkandidat Pretzell will EU-Mandat niederlegen

Mussten zunächst warten Marcus Pretzell und Frauke Petry in Düsseldorf-Hamm

Die AfD hat mehr erwartet. Ein Sprecher von Pretzells Landesverband wollte Gauland und Weidel gar vom Podium entfernen lassen, da diese ja - so seine freche Begründung - zum Wahlergebnis "nicht viel beizutragen" hätten. Pretzell fügte mit Blick auf die erfolgte Wählerwanderung von der SPD zur AfD noch an, er warte auf ein "Dankesschreiben" von Herrn Laschet - dafür, dass die AfD die SPD so hinter die Union katapultiert habe.

Berlin - Die AfD ist überzeugt, dass sie der CDU zu ihrem Wahlerfolg in Nordrhein-Westfalen verholfen hat.

Nichtsdestotrotz scheint Pretzell sehr zufrieden mit dem Ergebnis: "Wir haben es geschafft, dass in NRW linke Mehrheiten in weite Ferne gerückt sind". Spitzenkandidat Alexander Gauland sagte, nach dem aktuellen Wahlergebnis sei die SPD keine "ernsthafte Konkurrenz" mehr.

Pretzell, der sein Europa-Mandat niederlegen will, ist als künftiger AfD-Fraktionschef in NRW zurück im Spiel und ein wichtiger Player der Partei --das stärkt nebenbei auch die nach ihrem freiwilligen Verzicht auf die Spitzenkandidatur angezählte Petry. Insofern sei Kanzlerin Angela Merkel "wieder Hauptgegner, ja, ich würde sagen Hauptfeindin der AfD". "Schwarz-Gelb kann eine Koaltion bilden und ist rhetorisch an die AfD herangerückt".

Zuletzt etwa hatte die AfD die "Alternative Vereinigung der Arbeitnehmer" (AVA) gegründet, um Arbeitnehmer "zur aktiven Mitarbeit in der AfD zu gewinnen", wie es auf der Ava-Webseite heißt.

Der Bundestagswahl sieht die AfD nun optimistisch entgegen: "Wir haben alle Voraussetzungen für einen erfolgreichen Bundestagswahlkampf geschaffen", kommentierte der Baden-Württembergische Landtagsabgeordnete Jörg Meuthen. Petry verwies darauf, dass die AfD in NRW 120.000 Nichtwähler angezogen und auch viele Wähler von der SPD geholt habe. Gleichzeitig habe es 300.000 mutmassliche Protest- und Wechselwähler gegeben. Das zeige den Verantwortlichen, "dass wir vor allem immer noch zu stark als Protestpartei wahrgenommen werden". Hier müsse und werde sich die Strategie noch ändern.

Petry war beim Bundesparteitag in Köln mit ihrem Zukunftsantrag gescheitert, mit dem sie die Partei auf einen realpolitischen Kurs einschwören wollte.

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