Entfernung von Schmidts Foto sorgt an Uni für Debatten

Bild in der Bundeswehr-Universität in Hamburg und wurde jetzt auf Grund der Debatte um das Verhältnis der Bundeswehr zur Wehrmacht entfernt

In der nach Helmut Schmidt benannten Bundeswehr-Universität Hamburg ist ein Bild des früheren Bundeskanzlers entfernt worden, teilte ein Sprecher der Hochschule am Freitag mit. Einen Bundeskanzler in Wehrmachtsuniform zu zeigen, der vielfach seine Zeit als Soldat "kritisch und klug" kommentiert habe, sei "die beste Art", die Vergangenheit des Militärs unter Hitler aufzuarbeiten.

Genauso gut müsste man sich nach dieser absurden Logik von Stauffenberg und Oskar Schindler distanzieren. Im Zweiten Weltkrieg gehörte er von 1939 bis 1945 der Wehrmacht an. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. An der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg war kürzlich im Rahmen der Überprüfung von Standorten auf Wehrmachtsdevotionalien ein Foto des Namensgebers entfernt worden. Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, plädierte für die Entfernung des Bildes.

Nach der Affäre um den rechtsextremen Soldaten Franco A., bei dem die Ermittler auf eine Anleitung zum Bombenbau gestoßen sind, will von der Leyen die Truppe verändern. Dabei handelt es sich um ein umstrittenes Regelwerk, das seit mehr als 30 Jahren nicht mehr angetastet wurde. Derzeit werden Kasernen nach Wehrmachtsandenken - etwa Stahlhelme oder Gewehre - durchsucht. Er betonte: Das Konterfei des 2015 gestorbenen Altkanzlers sei in dem Flur aufgehängt worden, lange bevor die heute studierenden Soldaten an der Universität angefangen hätten. Dabei kämpfte er an der Ostfront in einer Panzerdivision, war als Referent der Luftwaffe zugeteilt und zuletzt an der Westfront als Oberleutnant und Batteriechef eingesetzt.

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