G7-Länder mit Minimalformel zum Handel

ITALY-DIPLOMACY-G7-FINANCE

Die Topwirtschaftsmächte streiten weiter über eine gemeinsame Handelspolitik.

Und wieder blockierten die USA ein klares Bekenntnis zu freiem Handel und gegen Marktabschottung: So ging das Treffen der G7-Gruppe der führenden westlichen Industrieländer ohne großen Erfolg zu Ende - alles andere wäre aber auch eine Überraschung gewesen.

In der G-7-Abschlusserklärung hieß es äußerst knapp: "Wir arbeiten daran, den Beitrag des Handels für unsere Volkswirtschaften zu stärken". Wählen Sie einfach aus einem der folgenden Angebote - alle ohne Vertragsbindung.

Die Erklärung von Bari ist das erste Abschlusskommuniqué der G7-Finanzminister seit acht Jahren. G-7-Gastgeber Italien wollte das Thema Handel eigentlich ganz von der Tagesordnung des Finanzministertreffens streichen. Gastgeber Italien hatte darauf bestanden.

US-Präsident Donald Trump sorgt mit seinen wirtschafts- und finanzpolitischen Plänen für Verunsicherung in der Gruppe der sieben führenden Industrienationen. - Das strittige Thema dürfte nun auf der Ebene der G7-Staats- und Regierungschefs in zwei Wochen beim Gipfel auf Sizilien behandelt werden. Trump hatte Vorgängerregierungen im Wahlkampf wegen ihrer aus seiner Sicht zu geringen Standfestigkeit bei der Durchsetzung von Handelsabkommen kritisiert.

Angesichts des weltweiten Hackerangriffs warnten die G7-Länder vor Gefahren durch Cyber-Kriminalität: "Wir erkennen an, dass Cyber-Vorfälle eine wachsende Bedrohung für unsere Volkswirtschaften darstellen und dass angemessene (.) Reaktionen erforderlich sind". Die G7 riefen internationale Organisationen und Regierungen auf, mit der Privatwirtschaft Gegenmaßnahmen auszuloten. Dabei geht es darum, dass US-Konzerne wie Apple, Google oder Facebook auch dort Steuern zahlen, wo sie ihre Geschäfte machen.

Neben den USA zählen Deutschland, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Japan und Italien zu den G7-Staaten. An dem Treffen nehmen auch Vertreter von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) teil. Die zunehmenden Ungleichheiten in vielen Ländern seien ein Grund für das schleppende globale Wachstum und die weit verbreitete Skepsis gegenüber der Globalisierung.

Politische Maßnahmen und Strukturreformen sollten "sorgfältig abgestimmt und klar kommuniziert" werden, um die damit verbundene Unsicherheit zu reduzieren, negative Auswirkungen zu minimieren und mehr Transparenz herzustellen, hieß es weiter.

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