Gruppenendspiel gegen Lettland: Eishockey-Team bereitet sich auf

Endspiel

Leon Draisaitl brauchte dreieinhalb Minuten, um bei der Eishockey-WM anzukommen. "Am liebsten würde ich bis Dienstag durchschlafen", sagte er, als er nach der Partie noch Fragen beantwortete, "ich schlafe fast im Stehen ein". Aber keine Ausreden. Ich wollte hier sein, ich wollte der Mannschaft helfen. "Und ich denke, dass es ein gelungener Start war".

Keine zehn Stunden nach seiner Landung in Frankfurt am Main hatte der Jungstar der Edmonton Oilers das deutsche Team zu einem eminent wichtigen Sieg geführt.

Nach dem Playoff-Aus der Edmonton Oilers nur knapp drei Tage vor dem Italien-Spiel hatte Sturm seinen besten Mann nachnominiert, damit der 21-Jährige Deutschland noch ins Viertelfinale führt. Draisaitl bekam vom Coach dafür liebend gerne eine Sonderrolle zugestanden.

"Er macht alle Spieler besser, egal, wer auf dem Eis ist", lobte Sturm den Playoff-Topscorer der Oilers. Dann spielte der 21-Jährige einen wunderbaren Pass auf den freien Christian Ehrhoff und der Kapitän hatte nicht mehr viel Mühe, das 1:0 zu erzielen. Überhaupt kein Problem der Integration sieht Sturm: "Leon hat 2016 für uns die WM und die Olympia-Qualifikation gespielt, er kennt unser System bestens". "Wenn wir Spaß haben und unser Spiel spielen, dann wird das schon". Tore: 1:0 Ehrhoff (4.), 1:1 Marchetti (5.), 2:1 Plachta (19.), 3:1 Y.Seidenberg (23.), 4:1 Kahun (26.); Schiedsrichter: Reneau (USA), Wehrli (Schweiz); Strafminuten: 8 / 2; Zuschauer: 18.712.( ausverkauft). „Das ist schon unglaublich, was der Junge drauf hat“, sagte der Mannheimer. "Er weiß im Nachhinein, dass er es nicht hätte machen sollen", sagte Sturm am Montag nach dem Training in Köln.

Es funktionierte gegen Italien, muss nun aber auch im ungleich schwierigerem Duell mit den bislang überraschend starken Letten klappen. "Wenn uns jemand vor dem Turnier gesagt hätte, ihr habt ein Endspiel gegen Lettland ums Viertelfinale, hätten wir das sicher unterschrieben". Verliert das DEB-Team, ist die WM nicht nur für ihn schon wieder vorbei.

Noch nicht zum Einsatz kam am Samstag Philipp Grubauer. Bundestrainer Sturm hatte in Aussicht gestellt, dass Grubauer nach den Patzern von Ersatz Danny aus den Birken und der Verletzung des umstrittenen NHL-Torhüters Thomas Greiss gegen die Letten erstmals spielen wird. Gegen Italien saß Grubauer aber nur auf der Bank.

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