Machtwechsel in Nordrhein-Westfalen

Rund 13,1 Millionen Wahlberechtigte sind am Sonntag in Nordrhein Westfalen zur Wahl eines neuen Landtags aufgerufen. Umfragen zufolge liefern sich die SPD unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und die oppositionelle CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Ar

Die bislang an der Regierung beteiligten Grünen stürzten auf knapp über sechs Prozent ab. Noch unklar ist, ob es die Linke ins Parlament in Düsseldorf schafft. Die Alternative für Deutschland (AfD) schaffte es mit 7,5 Prozent auf Anhieb ins Landesparlament.

Die SPD von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat mit einer spektakulären Wahlniederlage die Vormacht in ihrem Stammland Nordrhein-Westfalen verloren. Gut vier Monate vor der Bundestagswahl erlitten die Sozialdemokraten am Sonntag im bevölkerungsreichsten Bundesland dramatische Verluste, Rot-Grün unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wurde abwählt. CDU-Herausforderer Armin Laschet galt gestern Abend als der sichere kommende Ministerpräsident. Für SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ist es der bisher härteste Tiefschlag seit seiner Nominierung Anfang des Jahres. Noch vor wenigen Wochen hatte die SPD in Umfragen klar vorn gelegen.

Die NRW-Wahl galt als wichtigster Stimmungstest vor der Bundestagswahl im September, da jeder fünfte Wähler bundesweit in dem Land zu Hause ist. Die SPD fuhr in NRW ihr schlechtestes Ergebnis in der Landesgeschichte ein. Die Wahlbeteiligung stieg laut ZDF auf 66 Prozent (2012: 59,6 Prozent).

Berlin (dpa) - Nordrhein-Westfalen steht vor einem Machtwechsel. Dreierbündnisse sind aber höchst unwahrscheinlich: Die Liberalen haben eine Ampel mit SPD und Grünen ausgeschlossen, die Grünen ein Jamaika-Bündnis mit CDU und FDP. Damit würde die Linke nicht in den Landtag kommen. Auch die FDP und die AfD sind im Landtag vertreten.

Sowohl SPD als auch CDU haben im Wahlkampf eine große Koalition nicht ausgeschlossen.

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