Real folgt Juve ins Königsklassen-Finale

Madrid - Toni Kroos ist mit Cup-Verteidiger Real Madrid wie erwartet der Gegner von Juventus Turin im Finale der Champions League. Der portugiesische Weltfußballer nahm den Stadtrivalen fast im Alleingang auseinander und sorgte dafür, dass Real mit einer 3:0-Führung in das Rückspiel am Mittwoch bei Atlético Madrid geht.

Beim Gedanken an den Final zwischen Real Madrid und Juventus Turin wurde Zinédine Zidane plötzlich sentimental: "Klar ist das etwas Besonderes für mich". Isco rettete Real mit seinem Anschlusstreffer dabei die Haut, denn Atletico hatte im letzten Europacup-Spiel im Estadio Vicente Calderon einen wahren Traumstart hingelegt.

Atlético Madrid benötigt im Heimspiel eine Leistungsexplosion, manche sprechen auch von einem Fußball-Wunder. Mit dem italienischen Serienmeister schoss er im Halbfinal 2015 die "Königlichen" mit zwei Toren aus der Champions League. Saúl Ñiguez hatte sich nach einem Eckball von Koke am ersten Pfosten freigelaufen und per Kopf getroffen - 1:0 nach zwölf Minuten. Das Hinspiel gewann Juve mit 2:0. Er verlor allerdings zwei Mal das Finale der Champions League als Spieler mit Juve; 1997 in München gegen Borussia Dortmund und 1998 ausgerechnet gegen Real Madrid.

Atlético braucht eine historische Leistung, um noch anstelle von Real zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren ins Champions-League-Endspiel einzuziehen. "Ich bin so stolz auf das Team und nun werde ich mich weiter meiner Genesung widmen", liess er auf seinem Social-Media-Profil verlauten.

Die Colchoneros legten vor 50.000 Zuschauern in der baufälligen Kultstätte gegen das Team von Trainer Zinedine Zidane wie angekündigt los wie die Feuerwehr. Falls auch der Triumph in der Primera División gelingt, würde es das erste große Double aus Liga und Königsklasse seit 1958 werden.

Auf beiden Seiten waren Intensität und Emotionen groß, immer wieder wurde Schiedsrichter Cakir von Spielern beider Mannschaft regelrecht belagert, das Resultat: fünf Gelbe Karten (drei davon für Kritik) in den ersten 45 Minuten. Zuerst fand Yannick Carrasco in Navas seinen Meister, beim darauffolgenden Kopfball von Kavin Gameiro war der Real-Goalie ebenso auf dem Posten wie bei einem Schuss von Griezmann (71.). Am 3. Juni trifft Kroos im Duell der Weltmeister in Cardiff auf Sami Khedira, der nach seiner Oberschenkel-Verletzung ankündigte, rechtzeitig fit zu sein.

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