Tausende Fälle: Behörden im Jemen rufen wegen Cholera-Ausbruch Notstand aus

Epidemie weitet sich aus

Nur 3 Millionen werden derzeit von Hilfsorganisationen erreicht.

Nach dem Cholera-Ausbruch im Bürgerkriegsland Jemen hat das Gesundheitsministerium den Notstand ausgerufen. In den vergangenen zwei Wochen habe es mehr als 2500 Cholerafälle gegeben. Die Behörden seien nicht mehr in der Lage, die Katastrophe einzudämmen, erklärte das Gesundheitsministerium am späten Sonntagabend in der Hauptstadt Sanaa. Zudem gebe es 2.752 Verdachtsfälle. Innerhalb weniger Tage stieg die Zahl der Cholera-Toten auf 115, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Sonntag mitteilte. Nur wenige medizinische Einrichtungen funktionieren noch im Jemen. Dabei breitet sich die Infektionskrankheit Cholera rasant aus. Tagelang lagen verrottende Abfälle in den Strassen, die Müllarbeiter verlangten die Auszahlung ausstehender Löhne. Das jemenitische Gesundheitssystem kann die Bedürfnisse der Menschen nur noch schwer bewältigen. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung haben laut UN-Angaben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Sanaa wird von den Rebellen kontrolliert. Die WHO spricht mit Blick auf den Jemen von einer der schwersten humanitären Krisen weltweit. Eine internationale Koalition unter der Führung Saudi-Arabiens versucht, die Aufständischen zu vertreiben. Schiitische Huthi-Rebellen kämpfen gegen die sunnitisch geprägte Regierung und haben große Teile des Landes unter Kontrolle gebracht, darunter die Hauptstadt. Zuletzt mehrten sich Hinweise, dass der Iran die Huthi mit Militärberatern und Waffen unterstützt.

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