Weiterer Raketentest in Nordkorea — Trotz UN-Verbot

Nordkorea hat laut südkoreanischen Angaben ein unbekanntes Geschoss abgefeuert

Mit einem Raketentest hat Nordkorea erneut seine Nachbarländer und die USA provoziert.

Südkoreas Regierung reagierte daher jetzt auf den Raketentest besonders enttäuscht. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Montag unter Berufung auf die nordkoreanische Agentur KCNA. Denn die neue südkoreanische Führung hatte gerade erst eine Rückkehr zur Entspannungspolitik in Aussicht gestellt. Japan, Frankreich und Deutschland schlossen sich an. Das isolierte Land treibt sein Atom- und Raketenprogramm trotz internationaler Kritik und bereits verhängter Sanktionen voran. Sein Sprecher relativierte dies später. Der Abschuss habe dazu gedient, die technischen Eigenschaften eines neuen Raketenmodells zu untersuchen, das "einen mächtigen und grossformatigen Nuklearsprengkopf tragen kann", hiess es. Gleichzeitig betonte er, trotz des "klaren Verstoßes" gegen die UN-Resolutionen bleibe Südkorea offen für einen Dialog. Nachdem er die Entsendung "einer großen, mächtigen Armada" angekündigt hatte, die tatsächlich tausende Kilometer weit weg in entgegengesetzte Richtung unterwegs war, stellte er später ein Treffen mit dem Diktator in Aussicht.

Nordkorea hatte am frühen Morgen eine Rakete gezündet, die nach rund 700 Kilometern ins Japanische Meer stürzte. Es handele sich vermutlich um eine ballistische Rakete, hieß es in dem Bericht. Demnach erreichte die Rakete eine Höhe von mehr als 1.000 Kilometern und befand sich 30 Minuten in der Luft. Das US-Militär erklärte jedoch, dass es sich vermutlich nicht um eine Interkontinentalrakete gehandelt habe. Während die USA mit der Entsendung eines Flugzeugträgerverbandes den Druck auf Nordkorea erhöhten, hatte Moon den Wunsch geäußert, zur "Sonnenscheinpolitik" der Entspannung mit Nordkorea zurückzukehren. Nun warnte er das Nachbarland, die Lage falsch einzuschätzen. Zuletzt äußerte sich Trump zurückhaltender und erklärte, er sei unter bestimmten Bedingungen zu einem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bereit. Schon in der Vergangenheit hatte Nordkorea immer wieder mit solchen Raketentests für internationale Verärgerung gesorgt.

Die Absturzstelle der Rakete im Meer liege "näher an Russland als an Japan", daher könne sich Trump nicht vorstellen, dass die Regierung in Moskau "darüber erfreut ist". Zudem hat Nordkorea nach eigenen Angaben seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Erst Im April hatte das kommunistische Land zwei Mittelstreckenraketen getestet. Er sprach von einer "gefährlichen Provokation", US-Präsident Donald Trump verlangte härtere Sanktionen gegen Nordkorea. Er schloss auch einen Militärschlag nicht aus.

Nordkorea ist laut einer Diplomatin unter passenden Umständen zu Gesprächen mit den USA bereit.

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