Frankreich: Macron macht Konservativen Philippe zum Premierminister

Edouard Philippe

Präsident Emmanuel Macron ernannte den Abgeordneten zum Regierungschef.

Édouard Philippe ist 46 Jahre und Bürgermeister von Le Havre. Einen gewieften Technokraten nennt ihn Benjamin Griveaux, Sprecher der Regierungspartei "République en Marche" (REM): "Er hat Erfahrung als Parlamentarier, seine wirtschaftlichen Kompetenzen sind anerkannt".

Philippe, der seine Matura in Bonn gemacht hat und Deutsch spricht, ist seit 2010 Bürgermeister von Le Havre und genießt in der Stadt großes Ansehen. Der Absolvent der Elite-Hochschulen Scienes Po und ENA war von 2002 bis 2004 unter Juppé Generaldirektor der neugegründeten konservativen Partei UMP, die später in Republikaner umbenannt wurde. Und: Bei den Präsidentschaftswahlen hatten die Menschen in dieser Region besonders häufig den Front National gewählt. Der langjährige Vertraute des früheren Premierministers und Mitte-Rechts-Politikers Alain Juppé war der breiteren Öffentlichkeit aber bislang unbekannt.

Philippe ähnelt seinem Chef Macron, auch er wandelte politisch zwischen links und rechts. Das beweist schon die Zusammenstellung des engsten Stabes - Macrons Kabinettschef, der Elysée-Generalsekretär oder der diplomatische Berater Philippe Etienne, derzeit noch Botschafter Frankreichs in Berlin. Die übrigen Regierungsmitglieder sollen an diesem Dienstag ernannt werden.

Mit der Ernennung des Konservativen Edouard Philippe zum Premierminister hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron den Grundstein für ein breites Regierungsbündnis gelegt.

Der Bartträger Philippe gilt als modern und offen und hat keine Berührungsängste mit anderen politischen Lagern: Als Student war er Anhänger des sozialistischen Reformpolitikers Michel Rocard. Der Regierung dürften weitere konservative Politiker angehören. Damit sendet der Mitte-Links-Staatschef ein starkes Signal an das bürgerliche Lager, das ihn bisher nicht unterstützt. Immer wieder fällt dabei der Name von Ex-Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire. Der 46-Jährige soll die versprochenen Reformen umsetzen. In der Partei wollen viele bei der Parlamentswahl Revanche nehmen.

Etwa 20 Politiker der Republikaner und der Zentrumspartei UDI appellierten bereits an ihr eigenes Lager, auf Macrons "ausgestreckte Hand" zu antworten. Der 39-jährige Macron hatte am Sonntag als jüngster Politiker aller Zeiten das französische Präsidentenamt übernommen. Er wurde am späten Montagnachmittag zum Antrittsbesuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin erwartet.

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