Bremen Etappensieg: Fußball Liga gewinnt Kostenstreit mit Bremen

Liga klagt gegen Bremen Streit um Geld für Polizeieinsätze

Bremen will, dass sich die Bundesliga bei Risikopartien beteiligt. In der Heimat des SV Werder wird vom Verwaltungsgericht ein Urteil erwartet, das alle Profivereine in den nächsten Jahren teuer zu stehen kommen könnte.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wehrt sich vehement gegen den Versuch des Bundeslandes Bremen, den Profi-Fußball bei den Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen zur Kasse zu bitten.

Im Kern geht es bei der mündlichen Verhandlung am Mittwoch um die Frage: Wer zahlt für die Sicherheit bei Fußballspielen?

Wer trägt die Kosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen im Fußball?

Bisher ist der kleine Stadtstaat ein Einzelfall. Außerdem stellte Bremen weitere drei Heimspiele (gegen den HSV im November 2015 sowie gegen Hannover und Mönchengladbach im März 2016) der Liga in Rechnung - Gesamtsumme für die vier Partien: 1.182.588,34 Euro. Bislang geht es um sechs Spiele der Risiko-Kategorie "Rot": Allein beim Nordderby beläuft sich die Summe auf 425.000 Euro. "Wenn nicht, werden wir das durchfechten, notfalls bis zum Bundesverwaltungsgericht", sagte die Sprecherin der Bremer Innenbehörde, Rose Gerdts-Schiffler vor der erstinstanzlichen Verhandlung.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) machte in einem Interview deutlich, dass er den Bremer Vorstoß für falsch hält: "Das Gewaltmonopol liegt beim Staat und wird im Wesentlichen ausgeführt durch die jeweiligen Polizeien der Länder und des Bundes". Und das würde die finanzielle Leistungsfähigkeit vieler Vereine übersteigen, betonte der Innenminister. "Wir sehen nicht ein, dass die enormen Polizeikosten, die mit der Ansetzung der Bundesliga verbunden sind, allein vom Steuerzahler getragen werden", sagte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) in Bremen. Bremens Innensenator Mäurer kündigte deshalb an, dass die Stadt auch in Zukunft - dann entsprechend angepasste - Gebührenbescheide verschicken wird.

Die Vorsitzende Richterin Silke Benjes erklärte in einer ersten vorläufigen Bewertung, dass das Gericht - vorbehaltlich seiner Schlussberatung - die DFL durchaus neben Werder Bremen als Veranstalter sieht. Die DFL meint, dass Gewalttätigkeiten im Fußball "ein allgemeines, gesamtgesellschaftliches Problem" darstellten.

Die Hansestadt schickte der DLF mehrere Gebührenbescheide.

Ob im Mai schon ein Urteil fällt, ist jedoch fraglich. Die Entscheidung wäre auf jeden Fall anfechtbar.

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