Deutschland: Türkei erlaubt zweiten Konsularbesuch bei Deniz Yücel

Die Türkei erlaubt zum zweiten Mal eine konsularische Betreuung des seit Monaten dort inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Der deutsche Generalkonsul in Istanbul Georg Birgelen werde Yücel am Donnerstag in der Haft besuchen kön

Der deutsche Generalkonsul in Istanbul, Birgelen, darf heute ein zweites Mal den inhaftierten Journalisten Deniz Yücel besuchen. Das Auswärtige Amt begrüßte die Genehmigung, bekräftigte aber zugleich die Forderung, Yücel freizulassen.

Dem Journalisten werden Volksverhetzung und Terrorpropaganda vorgeworfen.

Birgelen hatte Yücel, der seit dem 14. Februar in der Türkei inhaftiert ist, bisher nur einmal Anfang April im Gefängnis von Silivri besuchen können. Die Türkei hatte trotz Bitten der Bundesregierung lange Zeit Besuche deutscher Diplomaten bei Yücel abgelehnt.

Die andauernde Haft sei umso unverständlicher, weil Yücel bereit sei, sich einem Prozess in der Türkei zu stellen, sagte Außenamtssprecher Martin Schäfer. Im Fall der ebenfalls in der Türkei inhaftierten deutschen Journalistin Mesale Tolu wird dies der Bundesregierung weiter verweigert. "Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund für eine Untersuchung". Hinter Gittern befindet sich aber auch die deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu, die für eine linksgerichtete Nachrichtenagentur gearbeitet haben soll. Deshalb gebe es hier einen völkerrechtlichen Anspruch auf konsularische Betreuung, hob Schäfer hervor. Dies wurde damit begründet, dass türkischen Soldaten in Deutschland zuvor Asyl gewährt worden war. Anders als Yücel, der als Sohn türkischer Migranten einen deutschen und einen türkischen Pass besitzt, hat Tolu nur die deutsche Staatsangehörigkeit. Ihnen wirft die Regierung in Ankara vor, in den Putschversuch vom Juli 2016 involviert gewesen zu sein.

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