Erdogan setzt US-Regierung unter Druck

Turkey's President Erdogan shakes hands with U.S

Die USA sehen in den Kämpfern einen strategisch wichtigen Verbündeten, die Türkei hält die Miliz für Staatsfeinde. Die YPG ist im Kampf gegen die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) einer der wichtigsten Verbündeten der USA.

Trumps Vorgänger Obama verwies aber zum Ärger Ankaras auf die Unabhängigkeit der US-Justiz, die über das türkische Auslieferungsgesuch für Gülen entscheiden müsse.

So traten bei dem Treffen zwischen Trump und Erdogan dann auch die Differenzen hinsichtlich des Vorgehens in Syrien deutlich zutage. Zudem habe das Ansehen der Türkei in der US-Bevölkerung "enorm gelitten", weshalb es schwer sein dürfte, öffentliche Unterstützung für eine Auslieferung zu schaffen, meint Kirchner.

"Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Türkei und die USA das klären können, wenn man entsprechend in Betracht zieht, dass wir gerade in Rakka gegen dieses selbsternannte Kalifat unseres Gegners vorrücken", sagt US-Verteidigungsminister Jim Mattis bei einer improvisierten Pressekonferenz im Flugzeug.

Trump selbst ging vor den Medien nicht auf die US-Unterstützung für die YPG ein.

Chaos-Tage im Oval Office: Kaum hat sich der Lärm des von präsidialen Lügen und Halbwahrheiten umrankten Rauswurfs von FBI-Chef Comey gelegt, dringt das nächste Fiasko im Weißen Haus nach außen: US-Präsident Trump hat offenbar hochsensible Informationen eines befreundeten Geheimdienstes über das IS-Terrornetzwerk ausgeplaudert.

Damit lenkte der US-Präsident davon ab, dass die Beziehungen eigentlich angespannt sind. Auch Erdogan bekräftigte, an der Zusammenarbeit mit den USA im Kampf gegen den Terrorismus festhalten zu wollen.

In der vergangenen Woche hatte die US-Regierung bekannt gegeben, dass sie die kurdischen YPG-Verbände mit Waffen und gepanzerten Fahrzeugen beliefern will. Erdogan bezeichnete die Entscheidung als "Fehler" und forderte Washington auf, sie rückgängig zu machen. Erdogan beschuldigt Gülen, hinter dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 in der Türkei zu stehen. Um die Trump-Regierung von der Schuld des Predigers zu überzeugen, schickte Erdogan sogar seinen Justizminister Bekir Bozdag nach Washington. Erdogan verlangt Gülens Auslieferung. Trump hatte dem türkischen Präsidenten als einziger westlicher Staatschef Mitte April zu dessen Sieg bei dem umstrittenen Verfassungsreferendum zur Einführung eines Präsidialsystems gratuliert.

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