Laptop darf vorerst auf Transatlantikflügen weiter mit in die Kabine

Das Laptop Verbot könnte auch für USA-Flüge aus Europa kommen

Die EU will sich offenbar nicht länger den Spekulationen um ein Laptop-Verbot auf USA-Flügen hingeben.

Stimmt die EU den Vorschlägen aus den USA zu, könnten größere elektronische Geräte künftig auf wesentlich mehr Flügen aus der Passagierkabine verbannt werden.

Ebenso vage bleiben die Äußerungen zu den Ergebnissen des Brüsseler Treffens. Denn die Vereinigten Staaten erwägen ein Handgepäckverbot für solche Geräte. Wenn die Regelungen für Europa so ähnlich ausfielen, dürften Reisende keine elektronischen Geräte, die größer als Mobiltelefone sind, mehr im Handgepäck mitnehmen. Der EU-Kommissar konnte sich eine die Anspielung auf die umstrittenen Russland-Gespräche von US-Präsident Donald Trump nicht verkneifen und ließ verlauten, er wäre gerne auf dem gleichen Informationsstand wie Russlands Außenminister, der von Donald Trump persönlich mit geheimen Informationen versorgt wurde. Amerikanische Medien hatten Anfang April berichtet, Terrororganisationen hätten Methoden entwickelt, um Sprengsätze in Laptops und anderen elektronischen Geräten zu verbergen.

Die USA haben bereits seit März ein Laptop-Verbot für Flüge aus zehn verschiedenen Ländern des Nahen Ostens verhängt. Dabei wird der Sprengstoff möglicherweise von den Scannern bei der Sicherheitskontrolle an Flughäfen nicht entdeckt. Um etwa Tablets an Bord nutzen zu können, müssten sie dann Geräte bei den Airlines mieten - für geschätzte 195 Millionen Dollar.

Der Sprecher des Heimatschutzministeriums verteidigte das Verbot: Die Behörden müssten mit den sich ändernden terroristischen Gefahren Schritt halten, sagte er. Die Medien beriefen sich auf Informanten aus der US-Bundespolizei FBI und andere Quellen aus Geheimdiensten.

Was sich die USA von dem Kabinenverbot versprechen, ist aus europäischer Sicht schwer nachvollziehbar. Denn die Geräte würden ja weiterhin mitfliegen, nur eben im Frachtraum, heißt es. Der europäische Pilotenverband European Cockpit Association fürchtet, dass solche Auflagen die Branche vom Regen in die Traufe führen. Dadurch könnte der Frachtraum erst recht zum attraktiven Ziel für Terroristen werden, warnt der Verband. Die Kranich-Fluglinie betreibt auf den Strecken ein Joint Venture mit dem US-Partner United Airlines und Air Canada.

Verlorenes Gepäck würde zu einem noch grösseren Ärgernis als bisher. Denn wenn Passagiere ihre Tablets und Laptops nicht mit in die Kabine nehmen dürfen, fliegen im Frachtraum große Mengen von Geräten mit Lithium-Ionen-Batterien mit. Der Geschäftsreiseverband VDR rechnet deshalb mit Buchungsrückgängen.

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