Michael Schumacher: Erpresser forderte fast eine Million Euro

Als Kind hatte Mick nur Augen für seinen Vater Michael. Dieser wurde 7 Mal Formel-1-Weltmeister

Im Februar 2016 ging auf dem Pferdegestüt von Schumachers Ehefrau Corinna ein Schreiben ein. Darin habe der Erpresser "eine kleine Spende von 900.000 Euro" gefordert. Was sich allerdings nicht verbergen lässt ist die Tatsache, dass sich trotz des schrecklichen Unglücks viele für das Geld des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters interessieren. Und deswegen stand er jetzt als Angeklagter vor dem Amtsgericht in Reutlingen, wie die Bild-Zeitung berichtet.

"Wenn das Geld bei uns bis 31. März 2016 nicht eingeht, werden Ihre Kinder auf irgendeine Art und Weise verunglücken". Damit zielte der Erpresser klar auf Mick ab, der damals in der Formel 4 startete. Seit 2017 fährt der 18-Jährige in der Formel 3. So war es für die Polizei, nachdem Corinna Schumacher Anzeige erstattet hatte, ein Leichtes, den Mann ausfindig zu machen.

Auf die Spur kamen die Ermittler dem Täter auf dem denkbar einfachsten Weg: Er hatte dem Bericht zufolge in dem Erpresserschreiben seine eigene Bankverbindung angegeben. "Um es vorsichtig zu sagen, die eigene Kontonummer anzugeben, ist nicht sinnvoll", zitiert die "Bild" den Richter.

Die Anklage gegen den 25-jährigen Lackierer Hüsseyin B. aus Dettingen an der Erms in Baden-Württemberg lautete auf versuchte gewerbsmäßige Erpressung. "Er hatte das geplant, kann sich bis heute aber nicht erklären, warum", sagt sein Verteidiger der "Bild"-Zeitung".

Michael Schumacher hatte Ende 2013 im französischen Alpenort Méribel einen schweren Skiunfall. Der ehemalige Formel-1-Pilot erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Genauere Informationen über seinen Gesundheitszustand sind bis heute nicht bekannt.

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