Stabhochspringer Tim Lobinger an Leukämie erkrankt

Tim Lobinger ehemaliger Stabhochspringer ist schwer erkrankt

Sein Management teilte nun erschreckenderweise mit: Er ist an Leukämie erkrankt. Das bestätigte das Management des 44-Jährigen dem SID. Ende der Neunziger sprang er als erster Sportler in Deutschland über die bahnbrechende Sechs-Meter-Marke in seiner Disziplin. 2003 gewann er in Birmingham Gold bei den Hallen-Weltmeisterschaften.

Angesichts seiner unbestritten großen Gesamtleistung wurde Lobinger vom Verband nach seiner Karriere mit dem Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis ausgezeichnet, der alljährlich an "würdige und verdiente Leichtathleten" vergeben wird, die "in Haltung und Leistung als Vorbild für die Jugend" gelten. Bis zum vergangenen Jahr war Lobinger vier Jahre lange als Athletiktrainer beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig tätig. 2016 kehrte er aus privaten Gründen mit seiner Familie nach München zurück. Dort baut Lobinger derzeit ein funktionelles Trainingszentrum auf und hat sich als Athletiktrainer für Spitzensportler spezialisiert. Einige Wochen später verschob der viermalige Olympia-Teilnehmer und 15-malige deutsche Meister ein Telefon-Interview, weil er mit Fieber im Bett lag. "Unmittelbar nach der Diagnose der Krankheit im März wurde die stationäre Behandlung eingeleitet, die mehrere Chemotherapien und eine kommende Stammzelltransplantation umfasst", ließ Lobinger nun mitteilen. Die Nachricht wurde veröffentlicht, weil Lobinger nicht wollte, dass über seine Krankheit spekuliert wird. Erst 2012 hatte der Olympia-Zweite Björn Otto diese Marke um einen Zentimeter übertroffen. Bei Freiluft-Europameisterschaften holte Lobinger insgesamt drei Medaillen. Verwehrt blieb Lobinger eine Medaille bei Olympischen Spielen und Freiluft-Weltmeisterschaften. Seitdem trieb er seine berufliche Karriere weiter voran. Lobinger hofft, mit seiner körperlichen Verfassung als langjähriger Leistungssportler bessere Chancen im Heilungsverlauf zu haben.

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