Volvo plant Dieselausstieg: Zukunft liegt in der Elektrifizierung

USA NORTH AMERICAN Vorstandschef Hakan Samuelsson INTERNATIONAL AUTO SHOW

Der zum chinesischen Autobauer Geely gehörende Premiumhersteller ist damit der erste, der die Entwicklung von Dieselmotoren einstellen will. Auf einen Zeitpunkt, wann der Diesel aus dem Volvo-Programm fliegt, wollte sich der Volvo-Chef nicht festlegen. Wie aus einer Äusserung von Volvo-CEO Hakan Samuelsson gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen" zu schliessen ist, könnte es jedoch die letzte gewesen sein. Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche sagte bereits auf dem Genfer Autosalon im März: "Unser Motor OM 654 bestätigt, dass es mit bezahlbarer Technologie möglich ist, einen Diesel praktisch so sauber wie einen Ottomotor zu machen".

Diesen Dieselmotor werde der Autobauer weiterentwickeln und an die weiter verschärften Abgasgrenzwerte anpassen, sagte Samuelsson.

Nach einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger dürfte der Diesel-Anteil bei Mittel- und Oberklasseautos in Europa bis 2030 auf ein Drittel, bei Kleinwagen sogar gegen Null fallen.

Laut Volvo sei die Einhaltung der von der EU vorgegebenen Kohlenstoffdioxid-Grenzwerte bis 2020 ohne Diesel nicht zu erreichen. Und Daimler ist gerade erst dabei, eine neue Diesel-Motorenfamilie auf den Markt zu bringen.

Eine Antwort für den deutschen Markt gab Samuelsson allerdings noch nicht: Volvo verkauft hierzulande gut 40 000 Autos im Jahr - vorwiegend mit Dieselmotor. Die aktuelle Motorengeneration wird aus jetziger Sicht noch bis etwa ins Jahr 2023 im Angebot bleiben.

Das soll sowohl mit Plug-in-Hybriden als auch mit reinen Elektroautos gelingen. Gleichzeitig kritisieren Umweltschutzverbände aber, dass durch den Anbau von Mais, aus dem das Ethanol gewonnen wird, Regenwald vernichtet werde.

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