ADFC-Test Münster verliert in der Gunst der Radfahrer

Ein Radfahrer fährt über den Prinzipalmarkt in Münster. Münster bleibt nach einer Umfrage unangefochten die fahrradfreundlichste Stadt in Deutschland

Burkhard Stork, Geschäftsführer beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, beschreibt wie ein Radweg in Idealfall auszusehen hat. Erreichte Münster bei der Fahrradfreundlichkeit im Jahr 2003 noch einen Wert von 1,88, rutschte die Stadt inzwischen auf 3,07 ab.

Münster. Münster ist wie gehabt die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, doch Revierstädte wie Bochum und Oberhausen holen langsam auf. Schuld an der Misere sind nach Laus Überzeugung jedoch vor allem Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) und Bürgermeister Olaf Scholz (SPD): "Olaf Scholz ist kein Radfahrer, Olaf Scholz fährt kein Rad, Olaf Scholz will auch kein Rad fahren".

Das ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich Neben den Spitzenreitern haben die Tester "Aufholer" gekürt. Dazu zählen aktuell Bochum, Marburg, Pforzheim und Baunatal (Hessen). In Schleswig-Holstein schafften es Kiel und Lübeck auf die Plätze 6 und 20, in Mecklenburg-Vorpommern kam Rostock auf Platz 8.

In Augsburg fühlen sich Radfahrer einer Umfrage des ADFC nach besonders wohl.

"Hamburg bleibt im Fahrradkeller", sagte Lau. Ebenfalls deutlich verbessert hat sich im Ranking auf Platz zwei die Stadt Hamm (3,34), die 2014 noch auf Position acht lag. Die Durchschnittsnote in Niedersachsen liegt bei 3,7 - damit gilt Niedersachsen als fahrradfreundlichstes Bundesland. Oldenburg und Ingolstadt, vormals auf den Rängen 2 und 3, verloren jeweils zwei Plätze.

Im Vergleich von 98 Städten zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern konnten sich Görlitz, Plauen und Zwickau nicht im Vorderfeld einreihen. Hier belegen Lüdenscheid (4,57), Neuwied (4,67) und Velbert (4,70) die hinteren Plätze.

Der vom Bundesverkehrsministerium unterstützte Fahrradklimatest, der bereits zum siebten Mal veröffentlicht wurde, stützt sich auf Umfragen unter Radfahrern. Genervt sind Radfahrer vor allem von Baustellen oder Falschparkern auf Radwegen, ungeeigneten Ampelschaltungen und zu schmalen Radwegen.

Die Stadt Wuppertal sollte die gute Platzierung nun als Ansporn für weitere Verbesserungen für den Radverkehr sehen.

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