"Alien Covenant" startet heute: Wir haben uns unseren Untergang verdient

Ridley Scott kann offenbar gar nicht genug von

Eigentlich soll Alien: Covenant, der neusten Alien-Prequel Ableger von Regisseur Ridley Scott, der erste Film einer neuen Alien-Prequel-Trilogie werden.

Zu verdanken ist das einem Schweizer. Früheren Berichten nach soll der neue Alien-Film mit dem derzeitigen Filmtitel "Awakening" die Lücke zwischen "Prometheus" und "Covenant" schließen, und gleichzeitig die Entstehungsgeschichte des Alien-Monsters aufzeigen. Immerhin lebten die alten Filme davon, dass das Alien nicht oft zu sehen war, wodurch der Grusel und die Spannung erst entstand. Dies sei vor allem auf den Umstand zurückzuführen, dass es neben einem zehnseitigen Pitch nie ein komplettes Drehbuch gegeben und das verantwortliche Produktionsstudio Fox daraufhin den Stecker gezogen habe. "Alien: Covenant" ist in seinen besten Szenen ein übermütig-grausiger Monsterspaß, dessen Bedeutungsschwere fehl am Platz ist. So künstlich und farblos wie der Charakter des Roboters, ist aber auch die Umsetzung Fassbenders. Zu viel ging offensichtlich im Schnitt verloren, zu viel hat man schon mal gesehen und die Wissenslücken, die nach diesem Kinogang noch tiefer werden (Was haben die grossen Aliens jetzt tatsächlich mit der Menschheit zu tun?; Was ist das Endgame der bösen Aliens?) können auch von einer weiteren Fortsetzung wohl nicht gestopft werden. Als ein Signal aus dem All empfangen wird, trifft sein Nachfolger Oram (Billy Crudup) die fatale (und wenig glaubwürdige) Fehlentscheidung, einen Abstecher zu dem Sendeort zu machen.

Denn so wie die Sporen einer pittoresken Pflanze in die Atemwege gelangen, beginnt sich der menschliche Wirtskörper nach anfänglichem Hüsteln auf unschöne Weise zu verändern, bis sich ein monströses Wesen gewaltsam seinen Weg durch Mund und Brustkorb bahnt. Dann spann ein hanebüchenes "Alien vs. Predator"-Spin-off 2004 und 2007 die Geschichte weiter, bis Ridley Scott selbst den Faden wieder aufnahm". Das wird sich bald ändern.

Zwischen diesen beiden Polen entwickelt sich auch dank der genial-differenzierten Doppel-Performance von Michael Fassbender ein Spannungsfeld, dem man sich bis zum überraschenden Ende kaum entziehen kann. Immer wieder stehen solche kontemplativen Sequenzen und semiphilosophischen Exkurse den mit grausamen Details gut bestückten Horror- und Kampfsequenzen gegenüber.

Wem es zu viel wird, der kann sich am hervorragenden Set-Design erfreuen. Der große Schwachpunkt des Filmes liegt allerdings in der Drehbuchentwicklung, wo zwar auf kontrastreiche Stimmungswechsel und eine verschlungene Franchise-Verankerung, aber zu wenig auf die innere Schlüssigkeit der Story geachtet wurde.

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