Antarktis: Arktis und Antarktis: 50 Institute arbeiten zusammen

Mehr Messdaten aus Arktis und Antarktis Forscher rüsten auf

Mit einem zweijährigen Großprojekt wollen Wissenschaftler aus aller Welt die Wetter-, Eis- und Klimavorhersagen für die Arktis und die Antarktis deutlich verbessern.

"Year of Polar Prediction" (YOPP) wurde von der Weltwetterorganisation (WMO) und dem Alfred Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) ins Leben gerufen. "Die Arktis und Teile der Antarktis erwärmen sich doppelt so schnell wie der Rest der Welt", sagt der Klimaforscher Thomas Jung vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven, das die Initiative koordiniert. Wegen des harschen Klimas werden in den Polarregionen kaum Wetterdaten gesammelt, Prognosen sind daher unzuverlässig. In der Arktis lag die durchschnittliche Ausbreitung der Meereisdecke demnach um rund 9 Prozent unter dem Durchschnitt von 1981 bis 2010, in der Antarktis sogar rund 23 Prozent. Das berge Risiken, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas: "Weniger Eis heißt nicht weniger Gefahr".

Gleichzeitig werden Sozialwissenschaftler untersuchen, auf welche Weise Vorhersagen zur Wetter-, Eis- und Klimaentwicklung in den Polarregionen besser in politische und wirtschaftliche Entscheidungsprozesse einfliessen können und welche Informationen Entscheidungsträger in der Politik sowie im Transport- und Tourismussektor benötigen, um die Unfallgefahr zu minimieren. "Wir sind der Meinung, dass wir damit nicht mehr Aktivitäten generieren".

Auch die dort ansässige Bevölkerung profitiere, weil sie sich nicht mehr auf über Generationen angesammelte Erfahrungswerte verlassen könne. "Das traditionelle Wissen haut da nicht mehr hin", sagte Jung. Und: "Die Arktis hat Einfluss auf das Wetter in unseren Breiten. Bei Nordwind interessiert die Arktis - aber da weiß man noch nicht genug".

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