Fußball - Hamburg - Merk und Heynemann: Kritik an DFB-Ansetzung von Gräfe

Die Ansetzung von Schiedsrichter Manuel Gräfe für das HSV-Spiel ist umstritten

Die Schiedsrichter-Ansetzung für das mit entscheidende Bundesliga-Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg um den direkten Klassenerhalt stößt auf Kritik. Das missfällt den Ex-Kollegen Markus Merk und Bernd Heynemann deutlich. "Manuel Gräfe hat die meiste Erfahrung, so gesehen ist die Ansetzung vollkommen nachvollziehbar".

Auch Markus Merk ist nicht mit der Ansetzung zufrieden, wie er in der "Hamburger Morgenpost" erklärte: "Hätte man mich gefragt, welcher Schiedsrichter für dieses Spiel nicht in Frage kommt, wäre ich auf genau einen Namen gekommen".

Der 43-Jährige ist beim Hamburger SV ein gern gesehener Gast: Im Relegations-Rückspiel zwischen den Rothosen und dem Karlsruher SC 2015 gab Gräfe in der Nachspielzeit einen umstrittenen Freistoß für den Bundesliga-Dino. Nach dem Hinspiel-1:1 ging es doch in die Verlängerung, in der Nicolai Müller den HSV mit dem 2:1 zum Klassenverbleib schoss.

Gräfes Freistoß-Entscheidung wird seitdem kontrovers diskutiert, oft heißt es "kann, aber muss man nicht gegeben". Das Fachmagazin "kicker" gab Gräfe die Note 3,5 für "eine ordentliche Leistung mit zwei (nicht spielentscheidenden) Einschränkungen". Das änderte aber nichts daran, dass Gräfe nun wieder in den Fokus geriet. Das sei "unglücklich", da Gräfe angesichts der Bedeutung des Spiels enorm unter Druck geraten könne, sagte der frühere Fifa-Schiedsrichter dem Sender Sport1. "Das ist hier, bei aller unbestrittenen Kompetenz von Manuel Gräfe, nicht möglich".

Wolfsburgs Sportchef Olaf Rebbe: "Der DFB setzt seine besten Leute da ein, wo es brenzlig werden kann".

"Das Wichtigste ist immer, dass der Schiedsrichter nicht im Fokus steht - sondern das Spiel! Wenn in einer entscheidenden Szene etwas passieren sollte, hat der DFB ein Problem", sagte Heynemann (63), der bei der EM 1996 und der WM 1998 im Einsatz war. "Es gibt in der Liga 20 Schiedsrichter. Man hätte auf einen anderen zurückgreifen müssen".

Erstaunlich gelassen reagierten die Trainer der involvierten Klubs. "Wenn doch, dann hoffe ich auf faire Entscheidungen des Schiedsrichters". "Alles okay." Und ergänzte: "Er (Gräfe) hat uns in Frankfurt gepfiffen, da haben wir gewonnen".

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