Medienbericht Hinweise auf rechtes Netzwerk an Bundeswehr-Universität in München

Medienbericht Hinweise auf rechtes Netzwerk an Bundeswehr-Universität in München

An der Bundeswehr-Universität in München gibt es einem Pressebericht zufolge womöglich seit Jahren ein rechtsextremes Netzwerk.

Es werde geprüft, ob die Studenten Verbindungen zur rechtsextremen sogenannten Identitären Bewegung hätten.

Derzeit überprüfe der Militärische Abschirmdienst (MAD) vier Studenten der Bundeswehr-Universität wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus, heißt es in dem Bericht weiter.

Die mutmaßlichen Verbindungen zur rechtsextremen Szene scheinen kein Einzelfall zu sein: Zahlreiche Studenten sowie Absolventen der Universität seien im Kontakt mit der sogenannten "Identitären Bewegung", heißt es im SZ-Beitrag. Franco A. und sein mutmaßlicher Komplize Maximilian T. haben an der Münchener Bundeswehr-Uni in Neubiberg studiert. Sie beiden Soldaten werden verdächtigt, einen Anschlag geplant zu haben.

In deutschen Kasernen wird aufgeräumt - aber nur oberflächlich Bei der Bundeswehr herrscht Aufregung wegen Wehrmachts-Andenken in den Stuben, schnell will man ausmisten.

Insgesamt hat der MAD den Angaben zufolge elf Studenten im Visier, von denen einige Kontakte zur Burschenschaft Danubia haben sollen. Die Gruppe ist insbesondere im Internet aktiv, mache aber zunehmend aber auch durch fremdenfeindliche Aktionen auf der Straße auf sich aufmerksam.

An vorderster Front ist laut SZ ein weiterer Absolvent der Münchner Bundeswehr-Hochschule aktiv, und zwar der zuletzt in Ostbayern stationierte Oberleutnant Felix S. Er trete auf Veranstaltungen und in Werbe-Videos der "Identitären" auf. Zusammen mit zwei Kameraden hatte er die Studentenzeitschrift der Bundeswehrhochschule zur Plattform für rechte Thesen umfunktioniert.

Bereits 2011 sei S. mit rechtem Gedankengut aufgefallen.

Mitarbeiter der Universität befürchteten seinerzeit, "dass versucht wird, die Zeitung des Studentischen Konvents mit der politischen Agenda der Neuen Rechten zu durchdringen".

Dabei habe man den Auflauf bewusst für den Tag der Gedenkfeier für die Opfer des Münchner Amoklaufs organisiert, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Sinn des Soldaten sei "töten und sterben".

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