OP-Vorpremiere: "Alien: Covenant" Ridley Scott lässt wieder die Aliens los

Ridley Scott kann offenbar gar nicht genug von

Schön, sind alle wieder da. Doch Ridley Scott denkt offenbar auch darüber nach, nur noch doch einen weiteren zu inszenieren. Einer davon war beispielsweise, dass das Original-Alien gar nicht vorkam. Mit seinem visuellen Stilvermögen unterscheidet sich auch dieser Scott-Film deutlich vom überfrachteten Digitalfeuerwerk, das in diesem Genre viel zu oft abgebrannt wird. Ein großartiger Michael Fassbender spielt, einmal mit britischem, einmal mit amerikanischem Akzent, in einer Doppelrolle verschiedene Entwicklungsstufen des menschengemachten Homunkulus.

Aber fangen wir doch mal bei den Basics an. Scott pflegt dabei den Mythos der "Alien"-Filme, setzt bewährte Schockelemente in neuen Variationen ein und versucht gleichzeitig, der Handlung einen philosophischen Anstrich zu geben". Im Jahr 2104 macht sich das Raumschiff "Covenant" auf den Weg zum Planeten "Origae-6", wo eine neue menschliche Zivilisation gegründet werden soll. Doch ein Elektro-Sturm im Universum zerstört Teile des Schiffs, sodass die Crew aus dem Tiefschlaf erwacht und sich um die Situation kümmern muss. Vielmehr dockt Scott an den Vorgängerfilm an, indem er den Androiden David (Michael Fassbender) in ein Gespräch mit seinem Schöpfer Weyland (Guy Pearce) - zwei alte Bekannte aus "Prometheus" - verwickelt. So künstlich und farblos wie der Charakter des Roboters, ist aber auch die Umsetzung Fassbenders.

Der fremde Planet, den die Crew des Kolonisationsraumschiffs Covenant erforscht, wirkt paradiesisch: Doch als die Terraforming-Spezialistin Daniels und ihre Kollegen, darunter der Android Walter, Christopher und Tennessee, durch die bergige, bewaldete Landschaft laufen, fällt ihnen vor allem die merkwürdige, beunruhigende Stille auf: Kein Vogel ist zu hören - und auch kein anderes Tier. Zwar variiert die Anzahl möglicher Sequels immer wieder, doch das Vorhaben, die Lücke zu Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt zu schließen und die Erschaffer der titelgebenden Wesen zu enthüllen, hat sich im Kern nicht verändert. "Alien: Covenant" ist mit Sicherheit ein Film, den man sich gut und gerne ansehen kann (allerdings wirklich nur, wenn man "Prometheus" gesehen hat, sonst kommt man bei gewissen Szenen kaum noch draus).

Im Fokus stehen aber nicht der aggressive Bodyhorror, sondern neben der Frage, wer die Aliens überhaupt erschaffen hat, zwei vielschichtige Doppelgänger-Figuren: Die Androiden David und Walter. Allerdings: Wir lassen uns mit einem dritten Teil zur Vorgeschichte auch gern von einer anderen Wahrheit überzeugen.

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