Quartalszahlen-Desaster für Snapchat-Firma

Snapchat

Kein Glück für die Betreiber der Foto-App: Die ersten Quartalszahlen nach dem Börsengang zeigen - die Aktie stürzte am Mittwoch nachbörslich um rund ein Fünftel ab. Die ohnehin schon schwer abgestürzte Snap-Aktie beschleunigte den Ausverkauf im nachbörslichen Handel weiter.

Doch auch beim Wachstum von Nutzerzahlen und Umsatz verfehlte Snap Analystenprognosen. Zwei Milliarden Dollar von dem Minus gehen auf eine einmalige Belastung im Zuge des Börsengangs durch Vergütung mit Aktienoptionen zurück.

Die Foto-App Snapchat hat neue Funktionen, die den Nutzern Spaß und Abwechslung bieten sollen.

Etwas auf die Stimmung drücke nun das Quartalszahlen-Desaster der Snapchat-Firma Snap, sagten Börsianer. Zum Vergleich: Facebook kam im abgelaufenen Quartal auf Erlöse und mehr als acht Milliarden Dollar und einen Überschuss von drei Milliarden. Damit hat Snapchat 166 Millionen Nutzer, die die App mindestens täglich aufrufen. Damit ging die seit Herbst andauernde Flaute beim Zustrom neuer Nutzer weiter. Facebooks Foto-Plattform Instagram gewann zwischen Dezember 2016 und April 2017 100 Millionen Nutzer hinzu und kommt jetzt auf 700 Millionen.

Snap-Chef Evan Spiegel reagierte auf die Sache übrigens besonders dünnhäutig, manche schreiben sogar von einem "bizarren Auftritt" (via Meedia): In der üblichen Telefonkonferenz mit Anlegern wurde er gefragt, ob er Angst vor Facebook und Instagram Stories habe.

Der Web-Pionier Yahoo hatte es nie geschafft, bei der Internet-Suche aufzuschließen und verkaufte schließlich sein Online-Geschäft für wenige Milliarden Dollar, während Google die Nummer eins bei Werbung im Internet ist.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar von knapp 39 auf 149,7 Millionen US-Dollar. Die Analysten hatten eher mit rund 158 Millionen gerechnet.

Die Aktie verlor nach den Zahlen zeitweise gut 25 Prozent auf 17,20 Dollar. Damit seien bisher fünf Millionen "Snaps" gemacht worden, hieß es.

Damit teilt der Konzern das Schicksal des großen Rivalen Facebook und von Twitter: auch deren Papiere waren bei Vorlage der ersten Zahlen nach dem Börsengang eingebrochen. Snap werde vor allem an der Weiterentwicklung seiner Apps für das Google-Betriebssystem Android arbeiten. Kritiker warnten, die Quartalsbilanz spiegele die Bewertung der Firma von rund 24 Milliarden Dollar beim Börsengang nicht wider. Die Papiere waren im März zu 17 Dollar an den Markt gebracht worden und allein am ersten Handelstag um 44 Prozent in die Höhe geschnellt.

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