Seeleute streiken: Kein Fährverkehr in der Ägäis

Fähre im Hafen von Samos

Aus Protest gegen weitere geplante Sparmaßnahmen sind die Seeleute der griechischen Küstenschifffahrt am heutigen Dienstag in einen 48-stündigen Streik getreten. Zudem gibt es im Radio und Fernsehen keine Nachrichten. Zudem legten griechische Journalisten die Arbeit nieder. Demnach dürfte in der Ägäis am beiden Tagen keine Fähre auslaufen. Inseln ohne Flughafen sind damit praktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Am Mittwoch werden dann auch keine Zeitungen erscheinen. Dutzende Flüge werden wegen einer vierstündigen Arbeitsniederlegung der Fluglotsen zeitlich versetzt, wie die Fluglinien mitteilten. Zahlreiche Museen sollen am Mittwoch geschlossen bleiben.

Zu den Streiks haben die drei größten Gewerkschaftsverbände des privaten und staatlichen Bereichs (ADEDY und GSEE) sowie die kommunistische PAME aufgerufen. Es ist Voraussetzung für weitere Finanzspritzen seitens der Gläubiger des Landes. Griechenland muss im Juli mehr als sieben Milliarden Euro Schulden an die Europäische Zentralbank (EZB) und den Internationalen Währungsfonds (IWF) begleichen. Am Donnerstag wird das griechische Parlament über ein neues Sparpaket entscheiden.

Für dieses Jahr wird insgesamt mit einem Wachstum des griechischen BIP gerechnet, die EU-Kommission korrigierte ihre Erwartungen aber bereits von 2,7 auf 2,1 Prozent herunter.

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