Bei Trump-Besuch in Riad könnten Menschenrechte außen vor bleiben

Bei Trump-Besuch in Riad könnten Menschenrechte außen vor bleiben

Bonn (ots) - Fünf Staaten in neun Tagen - auf seiner ersten Auslandsreise besucht US-Präsident Donald Trump Saudi-Arabien, Israel und den Vatikan und damit die Vertreter der drei großen Weltreligionen.

Aber die Zeiten sind nicht normal. Der Präsident fühlt sich als Opfer einer "Hexenjagd".

Dieser außenpolitische Ehrgeiz Trumps ist ein wichtiger Beweggrund für die Reise. Dort trifft er König Salman zum Tee und nimmt bis Montag an einem Treffen des Golfkooperationsrates sowie an einem Gipfeltreffen von 50 islamischen Ländern teil. Erwartet wird zudem, dass während Trumps Besuch neue US-Rüstungslieferungen an Saudi-Arabien bekanntgegeben werden. Er hat seinen Schwiegersohn Jared Kushner zu einer Art Nahost-Bevollmächtigten ernannt und in seinen ersten Monaten im Amt ein halbes Dutzend Spitzenpolitiker aus der Region im Weißen Haus empfangen. Ähnliches gilt für Israel. Sie sind zutiefst unzufrieden über das Atomabkommen mit Iran.

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews bestieg er zusammen mit seiner Ehefrau Melania die Präsidentenmaschine Air Force One. Trump will eine robustere Partnerschaft mit den islamischen Staaten. Da wäre es unklug von den Europäern, Trump dadurch zu verärgern, dass sie ihn nicht mit allem Respekt begrüssen - unabhängig davon, ob sie ihn nun für einen besonders kompetenten Kollegen halten. Am Mittwoch ist Trump zur Audienz bei Papst Franziskus in Vatikanstadt geladen. Die Demokraten werden versuchen, den Druck auf Trump aufrechtzuerhalten. Er wirft dem Präsidenten vor, die Russland-Ermittlungen behindert zu haben.

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