Freund mit Kreissäge getötet - zwölfeinhalb Jahre Haft für Studentin

Prozess um Mord mit Kreissäge

Es war ein Szenario wie in einem Horrorfilm: Mit einer Kreissäge tötet eine Frau ihren Geliebten beim Sex. Die Frau muss zwölf Jahre und sechs Monate in Haft - wegen Totschlags. Das Landgericht München sprach die 32-Jährige am Freitag des Totschlags an ihrem damaligen Lebensgefährten schuldig.

Eine heute 32 Jahre alte Pädagogin hat vor Gericht gestanden, ihren Freund beim Sexspiel getötet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen heimtückischen Mordes gefordert. Nach Überzeugung des Gerichts hat die Angeklagte den Mann Ende 2008 in Haar bei München beim Sex mit der Kreissäge getötet. Nun soll am Freitag gegen 11.30 Uhr das Urteil gefällt werden. Ihr Freund sei dabei ans Bett gefesselt gewesen.

Der Prozess hatte Mitte Februar begonnen. Unter großem öffentlichen Interesse ist der spektakuläre Prozess am Landgericht München zu Ende gegangen - allerdings mit einem überraschenden Ergebnis. Die Anklage hatte lebenslange Haft für die damalige Freundin des Opfers gefordert - wegen heimtückischen Mordes. Die Verteidigerin der Angeklagten hatte hingegen auf Totschlag plädiert und eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren beantragt. Dann die Adoptiveltern, die dann sagen, auch die tut mir ja so wahnsinnig leid.

Die Angeklagte hatte bei der Festnahme die Tat gestanden. Als Motiv gab Gabi P.an, Angst vor ihrem Lebensgefährten gehabt zu haben. Ihr damaliger Freund habe sie jahrelang gedemütigt und zu Sexspielen gezwungen, die sie nicht wollte. Und: Sie könne sich lediglich daran erinnern, "die Kreissäge nach vorne gedrückt zu haben". Wie es dazu gekommen sei, wisse sie nicht. Später verscharrte sie mit ihrem neuen Freund und einem Bekannten die zerstückelte Leiche im Garten, wo sie fast sieben Jahre lang unentdeckt vergraben lag. Der Verlobte sitzt wegen Strafvereitelung bereits im Gefängnis.

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