Google baut den allwissenden und allgegenwärtigen Computer

Google baut den allwissenden und allgegenwärtigen Computer

Dazu wird der Google Assistant erweitert, der im smarten Lautsprecher Google Home steckt.

Google habe sich bewusst dagegen entschieden, den Assistant mit einem Namen zu versehen, so wie es Amazon mit Alexa, Apple mit Siri und Microsoft mit Cortana gemacht haben. Und kostenlose Telefonate zwischen Googles "Home"-Lautsprechern sollen die Geräte attraktiver im Wettbewerb mit Amazons erfolgreichem Konkurrenzgerät "Echo" machen". "Wir denken, dass der Assistant auf allen Geräten verfügbar sein sollte, auf denen er nützlich sein kann", sagte der Google-Manager Scot Huffman. Laut Dave Burke wird die fertige Version im Laufe des Sommers veröffentlicht werden. Schon vermeintlich harmlose Dienste, die jetzt auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Google I/O, vorgestellt wurden, greifen tief in den Alltag der Nutzer ein. Siri dagegen antwortet sofort, manchmal sogar, wenn der Nutzer nur versehentlich zu lange auf den Home-Button gedrückt hat. Und sogar iOS-NutzerInnen können den cleveren Sprachassistenten künftig auf ihren i-Devices Nutzen. Im Mittelpunkt steht derzeit das Thema Künstliche Intelligenz, die in Googles Assistenten, Google Home und Googles diversen Online-Dienste wie Google Foto zum Einsatz kommen soll. Das gab Google ebenfalls auf der I/O bekannt.

Aus den Streetview-Aufnahmen lesen Computer Informationen von Firmenschildern ab, GMail-Nutzern werden in E-Mails smarte Antworten vorgeschlagen und die Spracherkennung der Computer gelingt in mehr als 95 Prozent der Fälle perfekt. Außerdem wird das kommende Google-Betriebssystem mit TensorFlow Lite ausgestattet, speziellen Bibliotheken, die das Maschinelle Lernen bei Mobilgeräten ermöglichen soll. Die Software erkennt sowohl die Blume, als auch die Gattung und schlägt Tipps zur Pflege und einen Floristen in der Nähe vor. "Wir werden immer besser darin, zu verstehen, was in den Bildern zu sehen ist", sagt Pichai. Eine Suche nach "Sonnenuntergang" findet dann alle Fotos, auf denen ein Sonnenuntergang abgebildet ist. Auf dem Handy können dann beispielsweise der kürzeste Weg zum nächsten Gleis oder im Baumarkt der direkte Weg zum Schraubenzieher-Regal angezeigt werden. So können mit Googles überarbeiteten Fotodienst mit der integrierten Gesichtserkennung die Nutzer die aufgenommenen Partybilder automatisch mit denjenigen teilen, die darauf zu sehen sind. Dabei ist das südkoreanische Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Internetgiganten Google eingegangen. Mit hands-free calling ist es zudem möglich, kostenfreie Sprachanrufe durch Zuruf über Google Home zu tätigen. Die Anwendungen sind schlanker und belegen auf dem jeweiligen Gerät wesentlich weniger Speicherplatz, dürften aber in der Regel auch nicht die volle Funktionsvielfalt bieten. Amazon hat vor Kurzem seinen Echos in den USA eine Telefoniefunktion hinzugefügt. Bei der Frage nach bestimmten Menschen oder Ereignissen berücksichtigt die Software frühere Anfragen, Positionsdaten, Termine, aktuelle Verkehrsdaten und geht in einigen Fällen sogar proaktiv auf Nutzer zu: "Um für das Fußballspiel ihrer Tochter rechtzeitig anzukommen, sollten Sie jetzt losfahren".

Google nutzt seine Entwicklerkonferenz auch, um in anderen Bereichen Neuerungen vorzustellen. Das System könnte empfehlen, dass man vorher etwas essen sollte.

Zudem gibt es künftig auch von Google eine vollwertige Brille zur Anzeige virtueller Realität, die mit Technik der Facebook-Firma Oculus konkurrieren wird.

Zusammen mit den Hardware-Partnern Lenovo und HTC hat Google auf der #io17 ein autarkes Standalone-VR-Headsets auf Snapdragon-835-Basis angekündigt. Diese können laut Google im Vergleich zur ersten Generation parallel trainieren und Maschinenlernmodelle ausführen.

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