Neuer Chef gibt Gas - Otto Group soll dynamischer wachsen

Otto-Vorstandschef Alexander Birken. Quelle dpa

Birken ist aber nicht neu in dem Handels- und Dienstleistungskonzern - er führte zuvor die Einzelgesellschaft Otto, den früheren Otto-Versand.

Hamburg. Der zweitgrößte Onlinehändler Deutschlands nach Amazon, die Hamburger Otto Group, setzt sich ehrgeizige Wachstumsziele.

Auf die Frage, ob es denkbar sei, dass Otto künftig nicht mehr nur über die eigene Tochter Hermes, sondern auch mit der Post-Tochter DHL Waren ausliefert, sagte der neue Chef der Otto Group, Alexander Birken, im Interview mit unserer Redaktion. "Entsprechend investieren wir gezielt in erfolgversprechende, digitale Geschäftsmodelle".

Der Umsatz soll demnach in den kommenden fünf Jahren von 12,5 Milliarden Euro auf 17 Milliarden Euro gesteigert werden.

Die Otto Gruppe will vom Handelskonzern zur Plattform werden, die Strategie ist endlich radikal - und erfolgversprechend, wie t3n Redakteur Jochen G. Fuchs analysiert. Nach neuen Geschäftsdaten ist die Unternehmensgruppe nun wieder profitabler - und ein neuer Chef hat große Pläne.

Das entspreche einem jährlichen Umsatzwachstum von rund 800 Millionen Euro.

Auch der Online-Modeshop About You gilt weiter als großer Hoffnungsträger der Gruppe. Gegenwärtig steht Collins bei 135 Millionen Euro Umsatz, doch würden die Zahlen von Monat zu Monat dramatisch besser. Birken will den Konzern zudem für Partner öffnen: "Wir können uns vorstellen, stärker als bisher Beteiligungen an ausgewählten wachstumsstarken Konzernunternehmen zuzulassen". Mit der Umsetzung einer neuen Strategie sei mit steigenden Investitionen und neuen Arbeitsplätzen zu rechnen, sagte Birken. Noch im vorherigen Jahr wies die Bilanz einen Fehlbetrag von 190 Millionen aus, in diesem Jahr gibt es Gewinn statt Verlust: Rund 41 Millionen weist die Bilanz aus. Der elektronische Handel über das Internet (E-Commerce) ist seit Jahren der Umsatztreiber des Konzerns.

Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen die Umsätze der gesamten Otto Group um 3,4 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Im deutschen Markt legte der Umsatz ebenfalls um knapp zehn Prozent auf rund fünf Milliarden Euro zu.

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