Steinhaus wird erste Schiedsrichterin in der Bundesliga

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus wird in der nächsten Saison in der Bundesliga pfeifen

Es ist eine Premiere.

Frankfurt/Main - DFB-Präsident Reinhard Grindel sieht den Aufstieg von Bibiana Steinhaus in die Gilde der Bundesliga-Schiedsrichter überaus positiv. Bisher war Steinhaus in der Bundesliga schon regelmäßig als vierte Offizielle auf dem Platz. "Dass dieser Traum nun wahr werden soll, erfüllt mich natürlich mit großer Freude", erklärte Steinhaus im Interview auf der DFB-Homepage. "Es ist zum einen Bestätigung für die harte Arbeit auf dem Weg bis hierhin, zum anderen aber auch großer Ansporn, so wie bislang weiterzuarbeiten". Seit der Saison 2008/2009 wird sie auch im DFB-Pokal der Männer eingesetzt. "Ich verfolge ihren Weg schon seit vielen Jahren und freue mich persönlich sehr für sie", so Grindel.

Die 38-Jährige ist eine von vier Neulingen in der ersten Liga.

Dennoch war Steinhaus, die am 1. Juni das Champions-League-Finale der Frauen leiten wird, nach dem Anruf von Fröhlich "ziemlich sprachlos".

► Lutz-Michael Fröhlich (59), Vorsitzender der Schiri-Kommission: "Wir haben stets betont, dass es bei der Bewertung unserer Schiedsrichter vor allem, wenn auch nicht ausschließlich, um konstant gute Spielleitungen über mehrere Spielzeiten geht". Ihre ersten Gedanken seien "Ungläubigkeit, Freude, Glück, Erleichterung, Neugier", gewesen. "Es war einfach eine turbulente Achterbahnfahrt der Gefühle". Da Wolfgang Stark, Günter Perl und Jochen Drees aus Altersgründen ausscheiden, erhöht sich die Zahl der Erstliga-Referees von 23 auf 24. Das hat das DFB-Präsidium in Frankfurt beschlossen. Pro Bundesliga-Spiel gibt es von der Saison 2017/18 an 5000 statt bislang 3800 Euro.

Der finanzielle Mehraufwand beläuft sich in den kommenden zwei Spielzeiten auf knapp drei Millionen Euro und wird entsprechend des Grundlagenvertrages weiterhin von den 36 Profivereinen getragen. Die sechs FIFA-Schiedsrichter der ersten Kategorie bekommen in der neuen Saison 79.000 Euro (bislang 75.000 Euro). Die Assistenten erhalten 2.500 und damit 500 Euro mehr.

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