Trump droht Ex-FBI-Chef Comey

Der früherer FBI-Direktor Robert Mueller

US-Medien interpretierten diese so, dass er wohl Angst vor etwaigen Informationen Comeys habe.

In einem Interview mit NBC hatte Trump bestätigt, er habe sich von Comey drei Mal bestätigen lassen, dass nicht gegen ihn ermittelt werde.

Nicht, wie bisher behauptet, eine Empfehlung des Justizministeriums habe den Ausschlag gegeben, sagte Trump nun. Er bestritt, einer Empfehlung des Justizministeriums gefolgt zu sein. Trump hatte Comey am Dienstag entlassen. Der Präsident und sein Umfeld haben immer größere Schwierigkeiten, den überraschenden Rauswurf vom Dienstagabend stichhaltig zu begründen.

In den Fokus rückte am Donnerstag auch der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein, der in einem Brief an Trump das Verhalten Comeys in der E-Mail-Affäre Hillary Clintons kritisiert hatte.

Während Buchmacher nach Comeys Entlassung bereits Wetten auf Trumps Amtsenthebung entgegen nehmen, genießt der Ex-FBI-Chef bereits das Leben: Er wurde im Freizeitlook und lächelnd in Washinton gesichtet. Der Geheimdienstausschuss des Senats lud Comey ein, sich am kommenden Dienstag hinter verschlossenen Türen zu äußern. Das FBI war in Aufruhr.

Unterdessen widersprach der geschäftsführender Nachfolger Comeys, Andrew McCabe, einer Darstellung des Weißen Hauses. Der bisherige FBI-Vize hat die Behördenleitung allerdings nur provisorisch übernommen. Auf Angriffe von allen Seiten reagiert der Präsident mit einem Rundumschlag gegen den gefeuerten FBI-Chef, die Medien und die Demokraten. "Es ist meinen Stellvertretern nicht möglich, mit perfekter Präzision auf dem Podium zu stehen!" "Vielleicht ist es am besten, wir sagen alle künftigen Presse-Briefings ab und reichen stattdessen schriftliche Stellungnahmen heraus".

Auch Vizepräsident Mike Pence stellte den Ablauf noch am Mittwoch so dar, als habe Trump seinen Beschluss erst gefällt, nachdem ihm die Entlassung Comeys von der Ministeriumsspitze angeraten worden sei. Senator Richard Blumenthal sprach von einer "sich anbahnenden Verfassungskrise". Dies wäre natürlich kein akzeptabler Grund und dürfte weitere Untersuchungen nach sich ziehen.

Es geht um den Verdacht der illegalen Absprachen zwischen Trumps Team und der russischen Regierung während des US-Wahlkampfs.

Gleichzeitig wies Trump in dem NBC-Interview jede Verbindung zwischen seinem Wahlkampfteam und Russland kategorisch zurück. Ein Bieter wolle sogar 100.000 Pfund (knapp 120.000 Euro) auf Trumps vorzeitige Amtsenthebung setzen, sagte Sprecherin Naomi Totten. "Sein Rückhalt in den Führungsebenen ist überwältigend", konterte Thomas O'Connor, Präsident einer FBI-Standesvertretung mit 13.000 Mitgliedern, Aussagen aus dem Trump-Lager, Comey habe intern das Vertrauen verloren. McCabe sagte auch, dass es kein Standardverfahren sei, jemanden darüber zu informieren, dass das FBI nicht gegen ihn ermittle.

McCabe betonte dagegen bei einer Anhörung durch den Geheimdienstausschuss des Senats: "Die Arbeit geht weiter, unabhängig davon, wie sich die Umstände verändert haben mögen".

Die mögliche Folge könnte nicht nur eine neue Welle des Interesses an einer Untersuchung der "russische Spur", sondern auch eine weitere Untersuchung in Bezug auf die Entscheidung des Präsidenten sein, dem FBI-Chef zu kündigen.

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