Trump lästerte bei Treffen mit Russen über Ex-FBI-Chef

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Trump habe demnach zu Lawrow und dem russischen US-Botschafter Kislyak gesagt, Comey sei verrückt gewesen, ein echter Spinner.

In den Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI zur Russland-Affäre ist laut einem Zeitungsbericht eine hochrangige Figur aus den engeren Umkreis von US-Präsident Donald Trump ins Visier geraten. Unter anderem die "New York Times" hatte berichtet, dass Trump Comey gebeten habe, Ermittlungen gegen Ex-US-Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen.

Comey ist bekannt dafür, Gesprächsnotizen über Begegnungen zu machen, die ihm besonders wichtig oder auch seltsam vorkommen. "Er war verrückt, ein richtiger Spinner", sagte Trump laut schriftlichen Aufzeichnungen von dem Gespräch, die der Zeitung vorlagen.

Trumps Reise, die den 70-Jährigen in den nächsten acht Tagen in fünf Länder führen soll, wird von neuen Entwicklungen in der Russland-Affäre um den Präsidenten überschattet. Der frühere FBI-Chef Robert Mueller leitet die Ermittlungen. Von Johannes Kuhn mehr. Er, Trump, habe wegen der Russland-Connection einen "großen Druck" verspürt. Ein Mitarbeiter Trumps sagte, der Präsident habe sich aus verhandlungstaktischen Gründen so über Comey geäußert: Trump habe Lawrow Zugeständnisse etwa zur Ukraine oder zu Syrien abtrotzen wollen, indem er auf die Probleme verwiesen habe, die ihm Russlands Wahlkampf-Einmischung bereitet habe. Und: "Gegen mich wird nicht ermittelt". Die Informationen über mögliche Terrorbedrohungen des Islamischen Staates sollen vom israelischen Militärgeheimdienst stammen. Während das Team des Weißen Hauses versuchte, entsprechende Berichte zu entkräften, bestätigte Trump auf Twitter, die Informationen weitergegeben zu haben.

Trumps Sprecher Sean Spicer wies die Darstellung nicht direkt zurück. Die Berichte über dieses Memo hatten eine Diskussion darüber ausgelöst, ob sich Trump möglicherweise der Justizbehinderung schuldig gemacht habe. Wie die Washington Post erfahren haben will, haben Ermittler den Angestellten im Weißen Haus als Verdächtigen ausgemacht. "Der ist jetzt weg", zitierte die Zeitung aus einem angeblichen internen Protokoll des Treffens, aus dem ihr von einem Regierungsmitarbeiter vorgelesen worden sein soll. Die verdächtige Person wird nicht genannt.

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