Dax startet leicht im Minus - lustloser Handel erwartet

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes

Börsianer rechneten auch im weiteren Tagesverlauf mit einem eher lustlosen Handel, weil Impulse von den wegen Feiertagen geschlossenen wichtigen Börsen London und New York fehlen. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,20 Prozent auf 3571,69 Punkte abwärts.

Und die sind in der neuen Woche zunächst rar gesät - in China, Großbritannien und den USA bleiben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen, sodass der DAX vorerst auf sich allein gestellt ist. Der Dax pendelte im frühen Handel nur in einer Bandbreite von wenigen Punkten und trat zuletzt mit einem Minus von 0,09 Prozent bei 12 590,89 Zählern nahezu auf der Stelle. Die Anleger warteten auf einige Konjunkturdaten sowie das Protokoll zur letzten Sitzung der US-Notenbank Fed, von dem sie sich Hinweise auf die weitere Geldpolitik der amerikanischen Währungshüter erhoffen.

Am Nachmittag richteten sich die Blicke der Anleger auf die Europäische Zentralbank (EZB), deren Präsident Mario Draghi weiter die Notwendigkeit einer lockeren Geldpolitik im Euroraum sieht. "Sollten diese allerdings verfliegen, könnte der Euro schnell wieder den Rückzug antreten, was auch dem Deutschen Aktienindex etwas Rückenwind verleihen würde". Bei den Unternehmen war die Nachrichtenlage zum Wochenstart eher dürftig. Papiere mit stärkeren Kursbewegungen spalteten sich dabei in zwei Lager: mit fortlaufendem und ausgebremsten Aufwärtstrend. Der Bund-Future gewann 0,07 Prozent auf 161,91 Punkte. Papiere der Lufthansa zollten ihrem jüngsten Höhenflug Tribut und fanden sich mit knapp 1 Prozent Kursverlust am Dax-Ende wieder.

Dahinter legten die Aktien von Deutsche Pfandbriefbank (PBB) und Aareal Bank um 2,75 beziehungsweise 0,74 Prozent zu. Ein Händler sprach von einer positiven Stimmung für die Aktien der beiden Gewerbeimmobilien-Finanzierer. Bereinigt um die Auszahlung von 0,70 Cent an die Aktionäre liegen die Anteile sogar mit mehr als 4 Prozent im Plus. Dessen Aktien profitierten davon, dass Starinvestor Warren Buffett mittlerweile über sein Rückversicherungs-Unternehmen General Re etwas mehr als 3 Prozent der Stimmrechte hält.

Ansonsten hatten vor allem Analystenstimmen das Sagen: Die Aktien der ebenfalls im MDax notierten Kupferhütte Aurubis DE0006766504 fielen nach einer gestrichenen Kauf-Empfehlung durch die DZ-Bank von ihrem jüngst erreichten Rekord bei 70,53 Euro zurück.

Ähnlich erging es den im TecDax gelisteten Papieren des Technologie- und Rüstungskonzerns Jenoptik, die 1,42 Prozent einbüßten.

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