Dortmund besiegte Titelfluch - 2:1-Sieg im Pokalfinale

Borussia Dortmund ist DFB-Pokalsieger 2017

Pokalfinale hatte es wahrlich wieder einmal in sich.

Nach dem umjubelten vierten Pokal-Triumph von Borussia Dortmund blendete Hans-Joachim Watzke die seit Wochen schwelenden Konflikte mit Trainer Thomas Tuchel beim festlichen Sieger-Bankett einfach aus. Der Dortmunder Kapitän übte heftige Kritik an der Entscheidung seines Trainers: "Mich hat es sehr geschockt, weil ich es einfach nicht verstehe". Wir sollten bedenken, dass wir letzte Saison noch Relegation spielen mussten. "Ich bin komplett leer". Das war ein hartes Stück Arbeit, nicht unser bestes Spiel.

Dass Tuchel sich mit seinem Abschied vom BVB noch immer nicht abfinden will und sagt, die Vereinsspitze sei "ergebnisoffen", werten Beobachter in Deutschland als vergebliche Mühe. "Ich kann nicht sagen, wie es ausgeht", sagte Tuchel, der zunächst den Pokal seinen Töchtern (6 und 7) präsentieren will. Geschäftsführer Watzke hatte keine Lust auf Wasserstandsmeldungen.

Doch kurz darauf schoss selbst Kapitän Marcel Schmelzer indirekt gegen den Trainer, weil der Nuri Sahin nicht für den Kader nominiert hatte. Bei Frankfurt fehlte Defensivmann Guillermo Varela. Eintracht-Trainer Niko Kovac suspendierte den Leihspieler von Manchester United, Varela wehrte sich: "Ich kann mir nicht erklären, warum man mich so hart bestraft".

So begann das große Spiel also ohne Sahin und Varela, aber dafür mit Ousmane Dembele.

Frankfurts Torhüter Lukas Hradecky war dagegen sichtlich enttäuscht. Das frühe 1:0 - ein Schock für die Eintracht. Nur vier Minuten später war es auch schon passiert. Zudem beorderte der Kroate im Vergleich zum 2:2 im Liga-Finale gegen RB Leipzig Jesus Vallejo und Rebic für Branimir Hrgota, Taleb Tawatha (beide Bank) und Guillermo Varela (suspendiert) in die Startformation.

Und plötzlich kippte das Spiel. Borussia Dortmund war in der zweiten Halbzeit die etwas stärkere Mannschaft und holte sich den Pott. In der 39. Minute hätte die Eintracht, die nun den Ton angab, deutlich aggressiver als die verunsicherten Dortmunder zu Werke gingen, sogar in Führung gehen können: Gacinovic passte zu Seferovic, der Schweizer zog ab und hatte Pech, dass er nur den Pfosten traf. Denn dort trat Helene Fischer auf.

"Über 90 Minuten haben wir ein gutes Spiel gemacht und uns nach Kräften gewehrt". Dafür erwarte der Verein eine saubere Trennung ohne verbales Nachtreten. "Wir haben ein super Spiel gemacht", sagte Meier. Unter dem selben Motto marschierten kürzlich Ultras von Dynamo Dresden in Militärkleidung durch Nürnberg.

Marco Reus unterhält sich auf der Siegesfeier mit Julian Weigl (mit Pokal).

Doch nach dieser Führung blieben die Dortmunder aktiv. Brenzlig wurde es bei einem Seitfallzieher von Aubameyang, als Frankfurts Marco Fabian kurz vor der Linie rettete und der Ball noch die Latte touchierte (63.). Mit dem Führungstreffer ist dann die Nervosität zurückgekommen - aber egal. Elfmeter. Aubameyang, der Torjäger, trat an - und lupfte den Ball aufreizend leger in die Mitte des Tores. Dazu gehört wohl Torwart Lukáš Hrádecký, der den Klub mit seinen Glanztaten überhaupt erst ins Endspiel gebracht hatte - dann aber im Finale mit einem Foul an Christian Pulisic den entscheidenden Strafstoß verursachte. Auf der anderes Seite kratzte ein Aubameyang-Schuss am Lattenkreuz (85.). Nach drei Endspielniederlagen in Folge hat es für sie und ihren BVB endlich mal wieder geklappt in Berlin.

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