HSV entzieht rund 600 Fans Vorkaufsrecht für Saisonkarten

Hamburger SV v VfL Wolfsburg- Bundesliga

Hamburg. Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat erstmals in der Vereinsgeschichte Dauerkarten-Besitzern das Ticket-Vorkaufsrecht entzogen.

Doch selbst beim Abstiegs-Showdown gegen den VfL Wolfsburg blieben an die 950 Dauerkartenbesitzer dem Volksparkstadion fern. Fast 1000 unbesetzte Plätze im wichtigsten Spiel der Saison - und dies, obwohl die Jahreskarte an Freunde weitergegeben werden kann: für den HSV nicht länger hinnehmbar. Der HSV hatte zur Saison 2016/17 die Mindestnutzung der Karten eingeführt: Nach Absprache mit dem "Ständigen Arbeitskreis Fandialog" sowie dem Supporters Club müssen demnach mindestens zwölf der 17 Heimspiele besucht werden. Die betroffenen 600 Stadion-Schwänzer hätten "deutlich weniger als zwölf Heimspiele in der abgelaufenen Saison besucht". So werde es bei Härtefällen wie einer schweren Krankheit Einzelfallprüfungen geben, kündigte Voerste an. "Wir werden dann den Einzelfall nochmals sorgfältig prüfen", verspricht Voerste. Ein Vorgehen, das zu Beginn der Spielzeit kommuniziert wurde und nun greift - weil es den Vereinsoberen ein Dorn im Auge ist, dass zahlreiche Dauerkartennutzer sich nur die Rosinen der Saison herauspicken, anstatt permanent für Stimmung im Volkspark zu sorgen. Allein rund 1500 Vereinsmitglieder harren aus, um für den begehrten Stehplatzbereich auf der Nordtribüne eine Dauerkarte im Wert von 225,70 Euro zu ergattern.

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