Mindestens elf Menschen in Moskau von Bäumen erschlagen

Mindestens fünf Menschen wurden nach Angaben einer Behördensprecherin von umstürzenden Bäumen in den Tod gerissen, ein Mensch wurde von durch die Luft wirbelnden Trümmerteilen einer Bushaltestelle erschlagen. Dutzende weitere wurden verletzt, hunderte Bäume entwurzelt, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 70 Menschen hätten medizinische Hilfe gesucht, teilte die Stadtverwaltung am Montag mit. Doch er kostet mindestens elf Moskauer das Leben. Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach den Opfern und ihren Angehörigen sein Beileid aus und versprach den Familien eine Soforthilfe in Höhe von einer Million Rubel - umgerechnet rund 16.000 Euro. Die Behörden schätzten, dass rund 1000 Bäume dem Sturm nicht standgehalten hätten und umgefallen seien. Die Sicherheitskräfte teilten mit, dass auch das Dach eines Polizeireviers beschädigt worden sei. Eine so hohe Zahl an Todesopfern durch Orkanböen hat es in der russischen Hauptstadt seit knapp 20 Jahren nicht mehr gegeben. Eine 44 Meter hohe Pyramide des Ingenieurs und Esoterikers Alexander Golod wurde komplett zerstört.

Der Wind war so heftig, dass er auch Müll auf den Strassen aufwirbelte. Nach dem starken Regen sammelten sich riesige Pfützen auf dem Asphalt der Moskauer Strassen und Innenhöfe. Die Agentur Interfax berichtete, rund 7000 Haushalte seien von Stromausfällen betroffen. Zudem verzögerten sich zahlreiche Flüge an den drei großen Flughäfen der russischen Hauptstadt, und bei den Vorstadtzügen kam der Verkehr vorübergehend zum Erliegen.

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