Sieg in Rom: Zverev schafft gegen Djokovic die Sensation

Dominic Thiem oder Alexander Zverev Wer schafft es in Paris weiter

Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker (49) zählt Alexander Zverev trotz seines eindrucksvollen Turniersiegs beim Masters in Rom nicht zu den Top-Anwärtern auf den Titel bei den am Sonntag beginnenden French Open in Paris. Auf dem Platz im imposanten Foro Italico hatte Zverev zuvor dagegen jede Zurückhaltung abgelegt und Djokovic keine Chance gelassen. Es ist zudem die erste Top-Ten-Platzierung eines deutschen Tennisprofis seit Tommy Haas im Oktober 2007.

Der Erfolg über den Serben, der tags zuvor Thiems Erfolgslauf gestoppt hatte, soll nur der Anfang gewesen sein. Mehr dazu im Hilfebereich. "Viele weitere Titel werden folgen", schrieb Becker bei Twitter. Doch Alexander Zverev stellt die Zeitrechnung in seinem Sport gerade auf den Kopf, seine Karriere erhält in diesen Tagen eine Beschleunigung der fast schon unheimlichen Art.

Vor einem Jahr war Alexander "Sascha" Zverev noch 48.in der Weltrangliste.

Mit seinen Erfolgen steigen auch die Erwartungen an den 20-Jährigen, der als erster nach 1990 geborene Spieler ein Masters gewann. Im vergangenen Jahr war für den Davis-Cup-Profi in der französischen Hauptstadt bereits in der dritten Runde Schluss gewesen, sein Bezwinger damals hieß - Dominic Thiem. "Ich war sehr beeindruckt von der Gelassenheit, Ruhe und Konzentrationsfähigkeit in seinem vielleicht wichtigsten Match bislang", lobte Becker: "Es ist bekannt, dass er alles mitbringt, um in der Spitze mitzuspielen, dass er es so auf den Punkt liefert, hat mich und wohl auch Novak beeindruckt". "Ich wünsche beiden viel Glück in der Zukunft!", schrieb Becker. "Es war eines der besten Matches, die ich jemals gespielt habe und das im Finale vom Masters", freute sich Zverev im Sky-Interview. Sie ist seit einiger Zeit dabei, die Generation um den Hamburger zu pushen, um neue Gesichter für die Zeit nach Federer, Nadal, Djokovic und Murray zu entwickeln.

In der Werbekampagne der Spielergewerkschaft ATP ist er einer der großen Stars der Next-Generation-Kampagne, eines der jungen Tennis-Gesichter. Denn in der Rangliste mit den Ergebnissen dieses Jahres belegt Zverev seit Montag Platz vier - und wäre damit für die ATP World Tour Finals der besten acht Spieler der Saison qualifiziert. Der deutsche Shooting-Star setzt sich im Final gegen Novak Djokovic durch.

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