Produktionsstopp: BMW-Werke warten auf fehlende Teile von Bosch

Die Produktion gerät weltweit ins Stottern

Der Autohersteller BMW ist von massiven Lieferschwierigkeiten durch den Bosch-Konzern betroffen und muss deshalb seine Produktion an mehreren Standorten einschränken.

Wann das Problem behoben sein wird, ist noch unklar. Man beziehe ein wesentliches Bauteil für die Lenkung von einem Zulieferer aus Italien, erklärten die Stuttgarter. Bosch arbeite mit Hochdruck daran, die Versorgung mit den Teilen wieder in Gang zu bringen.

Wegen des Engpasses seien bisher mehrere tausend BMW-Fahrzeuge nicht wie geplant gebaut worden. Wie ein Sprecher des Autobauers am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München sagte, soll die Fertigung von zwei Fahrzeug-Modellen an dem sächsischen Standort an diesem Montag (29. Mai) stillstehen. Noch hoffe man, dass Kunden nicht länger auf bestellte Autos warten müssen. Schon am vergangenen Dienstag und Mittwoch war es bei BMW in München zu einem eingeschränkten Betrieb gekommen, mehrere Schichten fielen aus. Man versuche, in betroffenen Werken Wartungsarbeiten vorzuziehen, Urlaubstage einzustreuen oder über Gleitzeit und Arbeitszeitkonten auszugleichen, was geht.

Auch bei BMW in Leipzig stockt die Produktion.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie abhängig Autokonzerne und Zulieferer heutzutage voneinander sind. Duesmann sagte, die meisten Teile würden punktgenau "just in time" für das jeweilige Fahrzeug auf dem Fließband bereitgestellt. Auch die Werke in Südafrika und China könnten demnächst von Produktionseinschränkungen betroffen sein. "Es fehlt ein Teil". "Im Gegenteil: Das Risiko von Vertragsstrafen und Kostenbelastungen wird für die Zulieferer immer höher", sagte der Verbandssprecher. "Bei 30 Zeitfenstern kann eine stundengenaue Zulieferung aus Deutschland für ein Werk in China nicht mehr sichergestellt werden". "Bei einem Produktionsausfall von einigen Tagen wird kein Auto weniger verkauft". Ende voriger Woche hatte sie sich dann über Leipzig und die dortigen 1er- und 2er-Reihen sowie diesen Montag auch nach Tiexi und Rosslyn in größere Teile des BMW- Fertigungsnetzwerks hineingefressen. Die Fertigung des Mini, der X-Modelle und der größeren Baureihen 5er, 6er und 7er sei nicht beeinträchtigt, berichtete Duesmann.

"Ich bin zuversichtlich, dass die Firma Bosch die aktuellen Lieferprobleme zügig in den Griff bekommt. Als einer unserer langjährigsten, größten und grundsätzlich zuverlässigsten Lieferanten ist das Unternehmen zweifellos in der Lage, auch diese schwierige Situation zu bewältigen".

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