Aus für Boll und Ma Long im Achtelfinale der Tischtennis-WM

Timo Boll

Topstar Timo Boll hat bei den Weltmeisterschaften in Düsseldorf den Einzug in die Runde der besten 32 geschafft. Der deutsche Star verpasste dabei seine vielleicht letzte Chance, noch einmal Weltmeister zu werden. "Klar bin ich ein bisschen enttäuscht", sagte Boll.

Das "Legendary Pair", wie Boll und Ma Long in Kreisen des Weltverbandes ITTF genannt wird, bot dem IOC-Präsidenten Thomas Bach und den anderen, gut 6000 Zuschauern in der Düsseldorfer Messehalle 6 großartige Tischtennis-Unterhaltung über fünf Sätze.

Was Boll/Ma Long und Fan Zhendong/Xu Xin eine Stunde lang zeigten, sprengte mitunter die menschliche Vorstellungskraft und schien einige Grenzen des Reaktionsvermögens oder der Körperbeherrschung zu verschieben.

Fan Zhendong aber wehrte diesen Ball nicht nur ab, sondern spielte ihn mit noch mehr Geschwindigkeit und noch mehr Präzision wieder zurück. Es wurde nichts aus Bolls Traum, weil die frühere (Boll) und die aktuelle (Ma Long) Nummer eins der Welt gemeinsam als Verlierer, aber nicht als Geschlagene vom Tisch mussten. Ebenfalls unter den besten 64 stehen Patrick Franziska aus Saarbrücken, Dimitrij Ovtcharov vom russischen Champions-League-Gewinner Fakel Orenburg und Bastian Steger aus Bremen. Die frühere und die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste fertigten die beiden Ungarn Tamas Lakatos und Krisztian Nagy mühelos mit 4:0 Sätzen (11:5, 11:6, 11:9, 11:1) ab. Beide Male ging das Spiel verloren. Auch Bundestrainer Jörg Roßkopf meinte: "Mir ist es lieber, so eine schwierige Situation zu haben". Damit machte sich bereits am ersten Tag der Einzel-Wettbewerbe bemerkbar, dass die WM-Vorbereitung der deutschen Frauen von großen Verletzungsproblemen überlagert war.

Düsseldorf Jahrelang war Timo Boll im tischtennis-verrückten China so etwas wie der Staatsfeind Nr. 1. Als dieser junge Deutsche und keiner der Chinesen 2002 und 2003 an der Spitze der Weltrangliste stand, "hing mein Foto in China teilweise in Übergröße in den Trainingshallen, damit die Spieler wussten: Seht ihn euch an, das ist euer Gegner", erzählte Boll vor dieser WM in einem Interview des Magazins "No Sports". Sonst käme er keinen Meter voran.

Timo Boll und der Chinese Ma Long im Tischtennis - das kann man sich entfernt etwa so vorstellen wie Lionel Messi und Philipp Lahm im Fußball. Der Titelverteidiger Ma Long kam gegen den Schweden Anton Källberg mit 4:2 weiter.

"Das war ein ganz angenehmes Auftaktspiel", sagte Rekordeuropameister Boll nach seinem 4:0-Spaziergang gegen den hoffnungslos unterlegenen Schotten Gavin Rumgay: "Man spürt, dass man den Gegner im Griff hat und nicht viel anbrennen kann". Duda ist damit aufgrund seiner Nominierung ausschließlich für diesen Wettbewerb im deutschen Team schon der erste "Heimaturlauber" bei den Titelkämpfen im eigenen Land.

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