Die meisten Kantone sind bei Restwassersanierungen im Rückstand

Wallis und Graubünden sind die Kantone die bei den Restwassersanierungen am meisten im Rückstand sind. Quelle zvg

Vier Jahre nach Ablauf der gesetzlichen Frist (siehe Kasten) sind erst drei Viertel der Fassungen von Wasserkraftwerken saniert. Es stehen immer noch 250 von rund 1000 notwendigen Sanierungen aus. Die übrigen Kantone sind unterschiedlich weit mit den Sanierungen.

Als einzige Kantone haben Basel-Landschaft und Genf die Sanierungen innerhalb der gesetzlichen Frist bis Ende 2012 abgeschlossen. In Appenzell-Innerrhoden, Basel-Stadt und Schaffhausen gibt es keine sanierungspflichtigen Wasserentnahmen.

In der Schweiz sind die meisten Kantone bei der Sanierung von Restwasserstrecken im Rückstand. Der Kanton Schwyz hat an der Umfrage 2016 nicht teilgenommen. Zwischen 60 und 90 Prozent fertiggestellt haben die Arbeiten die Kantone Zürich, Bern, Aargau, Graubünden, Zug, Nidwalden und Thurgau. Freiburg, Luzern und Neuenburg, Appenzell-Ausserrhoden, Jura und Wallis haben weniger als 60 Prozent der Restwasserstrecken saniert. Das Wallis, Appenzell Ausserrhoden und Jura hätten seit der Erhebung von Ende 2014 aber deutliche Fortschritte erzielt, hält das BAFU fest. Von den insgesamt 250 noch ausstehenden Sanierungen entfalle ein gutes Drittel auf den Kanton Wallis und ein Viertel auf den Kanton Graubünden. Ende 2014 hätten viele Kantone den voraussichtlichen Abschluss der Arbeiten zu optimistisch eingeschätzt, schrieb das BAFU. Ende 2014 hatte er bereits über 90 Prozent saniert.

Der Bund strebt an, dass die Restwassersanierung schweizweit möglichst bis Ende 2018 abgeschlossen wird.

Gemäss Gewässerschutzgesetz hätten Restwasserstrecken unterhalb von vor 1992 bewilligten Anlagen bis Ende 2012 saniert sein müssen. Doch auch als Element in der Landschaft sowie für die Grundwasservorräte ist genügend Restwasser unterhalb von Entnahmestellen wichtig. Sie erfüllen diese Aufgabe auf eigene Kosten. In einer wirtschaftlichen Beurteilung klären sie ab, wie eine Sanierung die Produktion beeinflusst und wie sie sich auf die Kosten und den Ertrag auswirkt. Für den Vollzug der Sanierungen sind die Kantone zuständig.

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