Nasa schickt erstmals Sonde zur Sonne

Parker Solar Probe-Sonde

Die Raumsonde Solar Probe plus soll unter anderem beantworten, wie die Korona auf bis zu fünf Millionen Grad aufgeheizt ist, obwohl die Sonnenoberfläche nur etwa 5550 Grad Celsius heiss ist.

Drittens soll die Sonnenmission mehr über den Einfluss der Sonne auf das Weltraumwetter herausfinden und Informationen liefern, die uns für mögliche größere Ausbrüche der Sonne besser rüsten. Sonnenstürme stellen ein erhebliches Risiko für Satelliten, Stromnetzwerke und Telekommunikationseinrichtungen dar. Die "Parker Solar Probe"-Sonde werde mehr Hitze und Strahlung aushalten müssen, als je ein Raumflugkörper zuvor, teilte die Nasa am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Chicago mit". Parker hatte im Jahr 1958 die Hypothese von Sonnenwinden aufgestellt, wurde damit zunächst von Kollegen jedoch nur belächelt.

Auch jahrzehntelange Forschung hat es bislang noch nicht ermöglicht, konkrete Vorhersagen über das Auftreten der gefährlichen Sonnenstürme zu machen. Auch soll geklärt werden, wieso es in der äussersten Schicht der Sonnenatmosphäre mit rüber 500'000 Grad Celsius deutlich heisser ist als auf der Oberfläche (5500 Grad Celsius). Für die Wissenschaft ist dieses Phänomen nach den hiesigen Regeln der Physik nicht zu erklären.

Die Mission sollte ursprünglich "Solar Probe Plus" heissen, wurde aber nun nach dem Astrophysiker Eugene Parker von der Universität in Chicago benannt. Die Raumsonde wird voraussichtlich im Sommer 2018 auf ihre Mission starten.

Das Raumschiff muss für Temperaturen von 2500 Grad Fahrenheit (1377 Grad Celsius) ausgelegt sein. Wenn alles gut geht, wird das Raumschiff sieben Jahre nach dem Start an seinem Ziel eintreffen und während des ganzen Flugs Messdaten an die Erde schicken. Für 20 Tage wird die unbemannte Kapsel bis auf 6,3 Millionen Kilometer an die Sonnenoberfläche herankommen. Es soll so schnell durch den Raum fliegen, dass es in weniger als einer Minute die Entfernung von New York nach Tokio zurücklegen würde.

Die Nasa-Forscher versprechen sich davon Erkenntnisse über die Funktionsweise von Sternen. "Nun ist der Moment gekommen, hochzufliegen und einen Besuch abzustatten".

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