Persönliche Erklärung von Ministerpräsident Erwin Sellering

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wurde bereits als Nachfolge von Erwin Selering Sellering ins Spiel gebracht

Sollte es zu diesem Wechsel kommen, könnte der Vorsitzende der NRW-Landesgruppe im Bundestag, Achim Post, Barleys Nachfolger im Parteiamt werden: Das berichtet die "Saarbrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe) unter Verweis auf "gut unterrichtete Kreise" in der SPD. Sie sei aber auch "ausgesprochen gerne" Generalsekretärin gewesen, das Willy-Brandt-Haus sei "ausgesprochen gut aufgestellt".

Heil sei ein "erfahrener Wahlkämpfer", sagte Schulz.

Ministerpräsident Erwin Sellering hat zu Beginn der Kabinettssitzung seinen Rückzug vom Amt des Ministerpräsidenten angekündigt. Die SPD musste zwar mit Verlusten leben, aber blieb immer noch über 30 Prozent.

Die Nachfolge in Mecklenburg-Vorpommern soll bei einem Sonderparteitag der Landes-SPD am 1. Juli besiegelt werden. Sie soll in Berlin von SPD-Generalsekretärin Barley ersetzt werden. Deren wichtigen Job in der SPD-Zentrale übernimmt Fraktionsvize Hubertus Heil und wird damit auch den Wahlkampf der SPD managen. Eine schnelle und intensive Behandlung des Lymphdrüsenkrebses zwingt Sellering zum Rückzug. Der Grund: eine Krebserkrankung.

Nach fast neun Jahren als Ministerpräsident scheide er mit großer Dankbarkeit aus diesem Amt, sagte Sellering. Der im Land beliebte Ministerpräsident gewann erst im vergangenen September die Landtagswahl und konnte die Koalition mit der CDU weiterführen. Die Arbeitslosigkeit ist spürbar zurückgegangen. Es seien wichtige Verbesserungen für Familien und Kinder erzielt worden. Da ahnte der 67-Jährige noch nicht, dass einige Tage später eine niederschmetternde ärztliche Diagnose seine weiteren Pläne durchkreuzen würde. Sozialdemokrat wurde der aus einem konservativen Elternhaus stammende Jurist erst 1994, als er Richter am Verwaltungsgericht von Mecklenburg-Vorpommern wurde.

Im Kreis der Ministerpräsidenten gehört Sellering zu den Unauffälligen, ist aber wegen seiner sachlichen und pragmatischen Art geschätzt. Diese Einschätzung hat er seither mehrfach wiederholt, er will hier keine Schwarz-Weiß-Malerei betreiben. "Ich wünsche ihm und seiner Familie Kraft für die kommenden Monate", ließ Bundeskanzlerin Angela Merkel mitteilen.

SPD-Chef Martin Schulz nannte Sellering einen "außergewöhnlichen Politiker" und "außergewöhnlichen Menschen mit großer Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern dieses Bundeslands". Er habe den angekündigten Rücktritt "mit Bedauern zur Kenntnis genommen", erklärte Vincent Kokert, Chef der Landtagsfraktion der CDU, mit der die SPD koaliert. Sellerings Töchter aus erster Ehe sind im Erwachsenenalter. Mit großem Elan und nimmermüdem Einsatz hatte er seine SPD allen schlechten Umfragewerten zum Trotz wieder zum Wahlsieg geführt.

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