Deutscher Handball-Meister: Spontanparty bei den Rhein-Neckar Löwen

Die Spieler der Rhein Neckar Löwen wollen möglichst bald über den Gewinn der deutschen Meisterschaft jubeln

Noch aus der SAP Arena heraus und zwischen zahlreichen Bierduschen buchte ein Klub-Sprecher anschließend Flüge und Hotels für die Partyinsel.

Die Löwen profitierten von einem überraschenden Patzer der SG Flensburg-Handewitt, die bei Frisch Auf Göppingen mit 27:31 (15:14) verlor. "Im Laufe des Spiels hat man einfach gesehen, dass unser Wille einfach so groß war, dass wir es heute schaffen wollte", sagte Nationalspieler Patrick Groetzki gegenüber dem SWR: "Ich kann es noch überhaupt nicht glauben".

Da passte es gut, dass er an einem seiner letzten Arbeitstage noch einmal die ganze Wucht seiner Sportart zu spüren bekam: die errungene Handball-Meisterschaft vor einem euphorisch feiernden Publikum, die Partynacht mit den Kollegen und die Bestätigung dafür, dass der Spruch, wonach man aufhören solle, wenn es am schönsten ist, vielleicht doch ganz gut zutrifft. Die nun fünf Punkte Rückstand auf die Löwen kann Flensburg in zwei Spielen nicht mehr aufholen.

Schon zuvor hatten die Badener ihre Fans mit einer über weite Strecken starken Vorstellung in Stimmung gebracht. Ende März hatte der THW die Nordbadener mit einem Sieg in Mannheim in den Achtelfinals aus der Champions League geworfen. Mit 23:33 wurde man seinerzeit im Halbfinale förmlich deklassiert, auch im zehnten Anlauf griff die Jacobsen-Truppe am deutschen Handball-Pokal vorbei.

Alles andere als Partystimmung herrschte dagegen bei den Flensburgern. Mit sechs Toren war Lasse Svan noch bester Spieler der SG. Der Schwede übernimmt zur kommenden Spielzeit den ungarischen Spitzenclub Telekom Veszprem und das ungarische Nationalteam. Selbst bei einer Niederlage gegen die Kieler, die noch dringend Punkte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation benötigen, würde der Titelverteidiger allerdings Erster bleiben. Gegen den VfL Gummersbach unterlag die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic mit 27:28.

Wie die Gummersbacher, die durch ihren Sieg in Berlin auf den 13. Platz kletterten, feierte der TVB Lemgo ebenfalls ein wichtiges Erfolgserlebnis im Tabellenkeller. Gleichzeitig verlor die HSG Wetzlar überraschend in Lemgo mit 26:29.

KEINE PARTYKLEIDUNG: Wie überrumpelt die Löwen vom Titelgewinn waren, machte Spielmacher Andy Schmid, der vor allem im zweiten Durchgang unnachahmlich aufdrehte und dem Spiel der Hausherren seinen Stempel aufdrückte, deutlich.

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