Stecken russische Hacker hinter Katar-Krise?

Mehrere arabische Staaten kappen Beziehungen zu Katar

Zugleich begannen Bemühungen um eine Entspannung der schweren diplomatischen Krise. Er warf den anderen Ländern eine beispiellose Medienkampagne voller Lügen gegen Katar vor, kündigte jedoch zugleich an, die Lage nicht weiter eskalieren zu wollen. Washington ist ein enger Verbündeter sowohl Saudi-Arabiens und der VAE als auch Katars.

Kuwaits Emir Sabah al-Salim al-Sabah bemühte sich ebenfalls um Vermittlung in dem Streit.

Die USA forderten Katar auf seine Aktivitäten im Kampf gegen den islamistischen Terror zu verstärken.

Katar ist Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und hat unter anderem zusammen mit Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten den Golfkooperationsrat mitgegründet, der eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik in der Region als Ziel hat. Die Nachbarländer schlossen zudem ihre Grenze. Damit ist das Golf-Emirat, in dem 2022 die Fußball-WM ausgetragen werden soll, isoliert. Russische Hacker hätten eine "Fake-News"-Geschichte bei der staatlichen Nachrichtenagentur Katars platziert, die Saudiarabien und mehrere andere Staaten zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Katar veranlasst habe, berichtete der Sender CNN am Dienstag unter Berufung auf US-Geheimdienstmitarbeiter". Gleichzeitig stoßen sie sich an den angeblich guten Beziehungen Katars zum schiitischen Iran.

Katars Außenminister sagte im Gespräch mit Al-Dschasira, er könne sich die Eskalation nicht erklären: "Wir wissen nicht, ob echte Gründe hinter dieser Krise stecken oder versteckte Gründe, die wir nicht kennen".

Katars Verhältnis zu anderen Golf-Staaten ist seit langem angespannt. Bereits 2014 hatten Saudi-Arabien, Bahrain und die Emirate ihre Botschafter für einige Monate aus Katar abgezogen.

Dem Medienbericht zufolge reisten Experten der US-Bundespolizei FBI Ende Mai nach Katar, um den mutmasslichen Cyberangriff zu untersuchen.

Den Boykott Katars hat Trump zunächst als Folge seines Besuchs in Saudi-Arabien gesehen. Das Emirat hält auch Anteile am Volkswagen-Konzern. Das Emirat - nur etwa halb so groß wie Hessen - ist wie Saudi-Arabien und Ägypten ein Verbündeter der USA und gehört zur Anti-IS-Koalition. Südlich der Hauptstadt Doha befindet sich der größte Stützpunkt der US-Armee in der arabischen Welt. Auf der Luftwaffenbasis Al-Udeid sind mehr als 10.000 US-Soldaten stationiert. Ein Sprecher des Pentagons erklärte ebenfalls, es gebe keinerlei Pläne, etwas an der Präsenz in Katar zu ändern.

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