"Born to Be Blue" Verlosung: Fanpakete zu gewinnen

"Born to be Blue": Gekonnt erzählte Biografie mit einem starken Ethan Hawke unterhält auch Kinogänger, die für Jazz nichts übrig haben. Doch wird der Wahrheitsgehalt dieser Szene sogleich relativiert: Als die Klappe fällt, schlüpft Baker aus seiner Rolle als Baker heraus und lässt seinen Regisseur wissen, dass seine Sucht in Wahrheit weit weniger romantisch begann und ohne Sex. Chet verliebt sich, sie glaubt an ihn, er schöpft neue Kraft. "Born To Be Blue" ist eine gute Gelegenheit, seine Musik neu zu entdecken.

Als er es endlich zu einem Comeback-Auftritt ins legendäre New Yorker "Birdland" schafft, bringt ihn der Erfolgsdruck wieder in gefährliche Nähe zum Heroin.

Ein schöner Einfall des Films ist es allerdings, dass Baker in dieser Phase von einer fiktiven Geliebten begleitet wird: Jane, von Carmen Ejogo mit emanzipierter Haltung und ironischem Stirnrunzeln gespielt, ist eine Frau, die es historisch nie gegeben hat, die auf Bakers Tricks und sexistische Attitüde nicht hereinfällt, die aber trotzdem das Risiko eingeht, den irrlichternden, nun gebrochenen Künstler zum Ehemann und Vater zu machen. Was seine Musikkarriere beinahe beendet hätte. Drei Fanpakete sind zu vergeben - jeweils bestehend aus zwei Freikarten zum Film, einer DVD "Let's Get Lost" sowie einem Roman "Auf der Sache nach Chet Baker" aus dem Unionsverlag. Doch der große Miles empfand sein Spiel als arg "süß" und riet Baker, erst einmal noch mehr vom Leben zu erfahren.

Ähnlich komplex und kunstvoll wie einen Jazz-Song hat Budreau seinen ganzen Film aufgebaut, in dem Rückblenden, Bilder in Schwarz-Weiß und in Farbe sowie ein - zunächst verwirrender - Film im Film sich gegen eine eindeutige Linearität stemmen.

Überhaupt, Miles: Gleich einer der ersten Sätze des Films gilt dem übergroßen Rivalen, als Chet Baker in einer Film-im-Film-Szene auf dem Weg ins Birdland begeisterte Verehrerinnen fragt, wen sie lieber mögen, ihn oder Miles Davis. Er gehört in die Riege der anderen Musiker-Biopics wie "Lady Sings The Blues" (Billy Holiday), "Bird" (Charlie "Bird" Parker), "Ray" (Ray Charles), "Walk The Line" (Johnny Cash) und "Miles Ahead" (Miles Davis), die so genial geraten sind, dass man sie sich immer wieder angucken an. Das High von Chet Baker mag der Film aber nicht erzählen. Auslösen wird ihn eine Filmproduktionsfirma: Man braucht Baker, um in einem Spielfilm über sein Leben sich selbst zu spielen. Den Gesang hingegen hat Ethan Hawke selbst übernommen, mit leicht heiserer, zerbrechlicher Stimme wie Chet Baker selbst auf Aufnahmen wie "My Funny Valentine", doch ohne dessen abgrundtiefe Traurigkeit. In der Realität kam das Projekt allerdings nie zustande - in "Born to be blue" markiert es dagegen den Auftakt des Films und zeigt Dreharbeiten zu Stationen aus der Karriere des Jazztrompeters.

Born to be blue.

Ethan Hawke verkörpert den James Dean des Jazz erstklassig, egal, ob er im weißen Unterhemd oder im Anzug die Westküste Amerikas lang schlendert, eine Zigarette im Mundwinkel, ein skeptisches Abwägen im Blick. Die Droge erweitert auch Bakers musikalischen Horizont, zumindest redet er das sich ein: "Nicht nur die Zeit dehnt sich, ich kann in jede einzelne Note hineinkriechen."Trotzdem kämpft er lange mit Methadon gegen die Sucht an".

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