Britischer Wahlausgang schiebt Dax über 12800 Punkte

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes

Wie bereits erwartet, hat der Ausgang der Wahl in Großbritannien dem Dax ein Schub nach oben verpasst. Der Dax übersprang zum Handelsauftakt die Marke von 12.800 Punkten und erreichte diese Marke nach einem Zwischentief erneut im Nachmittagshandel.

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Freitag nach der Schlappe der britischen Konservativen bei der Parlamentswahl auf eine gütliche Einigung im Brexit-Streit gesetzt.

Zudem sorgte am Freitagmorgen der deutsche Außenhandel mit Rekordwerten bei den Anlegern für gute Laune. Die Chancen auf nachhaltige Gewinne würden nach den Kursanstiegen der vergangenen beiden Wochen jedoch zunehmend kleiner. Großbritannien steht damit kurz vor Beginn der Verhandlungen über den EU-Austritt eine komplizierte Regierungsbildung bevor. "Aber eines ist sicher: Der harte Brexit wurde gestern abgewählt", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

Auch die weiteren Indizes lagen zum Handelsschluss im Plus: Der MDax stieg am Freitag um ein Prozent auf 25.411 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,6 Prozent auf 2309 Punkte. Aus dem elektronischen Handel ging der deutsche Leitindex am frühen Abend mit einem Plus von 0,8 Prozent und 12.816 Punkten. Auf europäischer Ebene rückte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,5 Prozent auf 3207 Punkte vor.

Auf Unternehmensseite waren Nachrichten dünn gesät. Die Anteilsscheine hatten zuletzt wegen der gekippten Brennelementesteuer kräftig zulegen können - nun waren sie mit Abschlägen von 1,78 Prozent beziehungsweise 1,44 Prozent die Dax-Schlusslichter.

Im TecDax knüpften Papiere des Halbleiterkonzerns Siltronic an ihren guten Lauf an und stiegen auf ein Rekordhoch bei 87,36 Euro - zuletzt betrug das Plus noch 3,68 Prozent auf 86,03 Euro.

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