Erdogan sagt Katar weitere Unterstützung zu

Die Türkei baut die militärische Zusammenarbeit mit Katar aus und stationiert zusätzliche Truppen in dem Emirat

Ob es um Alkoholverkauf an Saudis in den Kneipen gleich hinter der Grenze geht oder um Katars Bemühen, sich auf internationalem Parkett als Mittler in den nah- und mittelöstlichen Konflikten unentbehrlich zu machen, stets zeigt sich die stärkste Macht der Region provoziert. Er werde auf der Reise nach Riad von einer hochrangigen Delegation begleitet. Aussenminister Sigmar Gabriel (SPD) kommt am Freitag mit seinem Amtskollegen aus Katar, Scheich Mohammed Al-Thani, zusammen. Kuwait ist in der Vergangenheit bereis häufiger als Schlichter aufgetreten.

In der Krise zwischen den arabischen Golf-Staaten hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan dem Emirat Katar weitere Unterstützung der Türkei zugesichert.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am Montag überraschend die diplomatischen Beziehungen zu Katar gekappt und eine Blockade gegen das Golfemirat verhängt.

US-amerikanische Offizielle gaben an, dass man annimmt, dass Russland die Spannungen gezielt ausgelöst hat, um einen Keil zwischen die Vereinigten Staaten und seine Verbündeten zu treiben.

In der diplomatischen Krise am Golf hat US-Außenminister Rex Tillerson Saudi-Arabien und andere arabische Staaten aufgefordert, die Isolation Katars zu beenden.

Schon bald könnten bis zu 3000 türkische Soldaten und Kampfflugzeuge im Golfstaat Katar stationiert werden, um der dortigen Regierung im Streit mit ihren arabischen Nachbarn beizustehen. Angeblich aus dem Grund, dass Katar Terroristen unterstütze. Katarische Diplomaten müssen die betroffenen Staaten innerhalb von 48 Stunden verlassen. Zugleich appellierte Tillerson an Katar, die Anliegen der anderen Länder ernst zu nehmen und noch mehr im Kampf gegen den Terrorismus zu tun.

Das Verteidigungsministerium in Washington sieht in der Blockade zwar keine Gefährdung aktueller Einsätze der US-Armee, die den Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in Katar für den Kampf gegen den IS nutzt. Zugleich stellten sie den Flugverkehr nach Katar ein. Washington ist ein enger Verbündeter sowohl Saudi-Arabiens und der VAE als auch Katars. Mauretanien zog am Dienstag nach, auch Jordanien fuhr seine diplomatischen Beziehungen zurück. Zudem stoßen sie sich an den Beziehungen des Emirats zum Iran. Jordanien kündigte unter anderem an, die Lizenzen für den Ableger des katarischen Nachrichtensenders al-Jazeera in Amman zu entziehen.

Der Affront gegen das kleine, aber reiche Land, das die drittgrößten Gasvorkommen der Welt besitzt, sei auf die Zuspitzung der Konfrontation zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zurückzuführen, meint Grigory Kosatsch, Arabist und Professor am Lehrstuhl für den modernen Osten an der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität.

Gleichzeitig liefen die diplomatischen Bemühungen zur Bewältigung der Katar-Krise auf Hochtouren. "Eine solche Trumpisierung des Umgangs miteinander ist in einer ohnehin krisengeschüttelten Region ganz besonders gefährlich", sagte er dem "Handelsblatt".

"Gabriel rief nach dem Treffen in Wolfenbüttel zur Deeskalation auf". Ankara suchte die Nähe zu den Muslimbrüdern und anderen Gruppen, um die Stellung der Türkei in der Region zu stärken.

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