Gabriel sieht "Stunde der Diplomatie": Katar will verhandeln

Die Türkei baut die militärische Zusammenarbeit mit Katar aus und stationiert zusätzliche Truppen in dem Emirat

Wolfenbüttel - Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat nach einem Treffen mit dem katarischen Außenminister Scheich Mohammed Al-Thani vor einer weiteren Verschärfung der Krise in der Golfregion gewarnt.

Die vier Staaten begründeten den Schritt mit ihrer "Entschlossenheit, den Terrorismus zu bekämpfen, seine Finanzierungsquellen auszutrocknen und extremistische Ideologien zu bekämpfen".

Aussenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die arabische Welt in der Katar-Krise zur De-Eskalation aufgerufen. Bereits zuvor hatten sie alle diplomatischen Kontakte abgebrochen und den Luftverkehr mit dem Emirat gestoppt. Die Staaten werfen Katar die Unterstützung von Terrororganisationen und Nähe zum schiitischen Iran vor, den vor allem das sunnitische Saudi-Arabien als Erzrivalen betrachtet. Die Nachbarländer schlossen die Grenzen. Katar ist Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und hat unter anderem zusammen mit Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten den Golfkooperationsrat mitgegründet, der eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik in der Region als Ziel hat.

Seit Anfang der Woche schwelt am Golf die schwerste diplomatische Krise seit Jahren. Katars Regierung zeigt sich aber bisher ebenso unnachgiebig. "Wir leben nicht nach dem Gesetz des Dschungels". "Die internationale Staatengemeinschaft und auch Deutschland machen sich große Sorgen über das, was dort passiert", sagte Gabriel. Die Menschen in Katar bekommen Blockaden und den Abbruch diplomatischer Beziehungen direkt zu spüren, doch auch die deutsche Wirtschaft sei betroffen. Dafür müsse die Koalition gegen den IS, zu der auch Katar gehört, zusammen stehen. Er hoffe auf eine schnelle Lösung, damit sich wieder auf den eigentlichen Gegner, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), konzentriert werde, erklärte Gabriel weiter.

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